Wanderrast

Hier laß uns ruhn; der Tag ist schwül
und weit der Weg, mein Kind.
Hier winkt ein Zeltdach schattig kühl,
ein Sammetpfühl -
und leise singt der Wind.

Hier laß mich ruhn, der ruhelos
die Welt durchzog in Hast;
am Silberquell im Waldesschoß
auf Laub und Moos
blüht mir die Wanderrast.

Nun birg dein Haupt, blondlockig Kind,
an meiner Brust zur Ruh;
der Vogel ruft, es wirft der Wind
uns weich und lind
taufeuchte Blüten zu.

Es singt der Quell ein Märlein alt
vom Knaben, welcher kühn
die Wunderblume brach und bald
im Felsenspalt
viel Schätze sah erglühn. -

Dein Haar ist Gold, es will dein Mund
rubinenrot erglühn -
mich lockte der Schatz: in Waldesgrund
seh ich zur Stund
die Wunderblume blühn.


Quelle:
Ausklang
Gedichte von Clara Müller-Jahnke
Berlin 1910
www.zeno.org - Zenodot Verlagsgesellschaft mbH

 

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Einige Hütten schimmerten kaum durch .

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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diesen pestilentialischen Nebel hindurch. Das Land veränderte sich merklich. Es kommt in Afrika häufig vor, daß eine ungesunde Gegend von geringer Ausdehnung an vollkommen gesunde Landstriche grenzt. Es ist jetzt gar nicht an der Zeit, krank zu sein, meinte er, hüllte sich in seine Decke und bettete sich unter dem Zelte. Joe löste geschickt den Anker und stieg vermittelst der Leiter wieder in die Gondel. Der Doctor vermehrte rasch die Spannung des Gases, und der Victoria flog, von einem ziemlich starken Winde getrieben, auf und davon. Sehr einfach; ich werde ganz gemüthlich über diese Wolken, die uns überschwemmen, emporsteigen und mich aus dieser pestilentialischen Atmosphäre entfernen. Ich bedarf nur zehn Minuten, um den Wasserstoff auszudehnen. Aber auch in der Beschreibung der Eingeborenen sparte man die Lobsprüche nicht. Das heitere, glückselige Leben jener Naturkinder wurde in Deutschland und England geradezu sprichwörtlich. Man ließ sich hierin auch nicht durch die Tatsache beirren, dass Cook auf seinen späteren Reisen schon heftige Zusammenstöße mit diesen vermeintlichen Paradiesbewohnern hatte; Enttäuschungen, die sich in der Folgezeit noch häuften. Die Südsee-Schwärmerei war nun einmal Mode geworden, und immer neue Forscher und Abenteurer zogen aus, die so schnell berühmt gewordenen Inseln zu besehen. Hinter ihnen kamen unternehmende Kaufleute in immer wachsender Zahl, dann Pflanzer; endlich in der Neuzeit auch die auf Kolonialerwerb ausgehenden Vertreter der Großmächte. 1951 erfolgten zum ersten Mal größere Sandvorspülungen, die seitdem regelmäßig alle fünf bis zehn Jahre wiederholt wurden, zuletzt im Jahr 2000. Dabei wird der aufgespülte Sand aus tieferen Schichten des östlichen Norderneyer Seegats mit riesigen Pumpwerken in den Bereich des West- und Nordstrandes befördert. In den Jahren 1951 und 1952 waren dies deutschlandweit die ersten Aufspülungen im Küstenschutz, um mit einem breiten Strand die Brandungszone vorzuverlegen und dadurch die weiteren Uferschutzwerke zu sichern. Durch die Aufspülungen wird verhindert, dass das mit der Brandung einfließende Wasser die Fußsicherungen und Einfassungen des als Promenade genutzten Inseldeckwerks unterspült. […]

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Dieser geistig umnachtete Spielmann.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Aus stiller Kinderzeit schuldloser Behutsamkeit Trieb mich der glänzende, frevelnde Mumm. Selbst da unter freiem Himmel so ungehindert währenddessen bin, Find meine Wenigkeit egal, wie man es betrachtet, nicht wiederholt nach Hause mich hin. Durch das existieren jage was mich anbetrifft dieses trügrisch Bildnis, welche Person ist solcher Jäger ergo? Welche Person ist dieses Wildtier? Es pfeift der Luftdruckausgleich mir einschneidend durch das Haar, Ach Erde, ja sogar bist du auf diese Weise eiskalt ebenso wie einleuchtend! […]

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