Eisige Winternacht

Das Elend hütet des Hauses Schwelle, -
an der erkalteten Feuerstelle
hockt die Verzweiflung und stiert und lacht
gell auf in der eisigen Winternacht .....

Da, horch: aus den Lüften ein Glockenchor!
Da, schau: aus des Gäßchens niedrigem Tor
tritt weißgewandet ein leuchtend Kind,
so zart und hold, wie die Engel sind.

Mit bloßen Füßchen im kalten Schnee
es lächelt sonnig: ihm tut's nicht weh -
kommt es die Straße heraufgeschritten
und steht vor dem Haus in des Gäßchens Mitten
und pocht so leise wie Nachtgespenster
mit der leuchtenden Hand ans Kammerfenster.

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Der Tod ist ein rascher Gesell.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Der Soldat, wagen mußt du und flüchtig erbeuten, hinter uns schon durch die Nacht hör ich's schreiten, schwing auf mein Roß dich nur schnell und küß noch im Flug mich, wildschönes Kind, geschwind, denn der Tod ist ein rascher Gesell. […]

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König Wenzel entkleidet in Budissin,.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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und reitet mit dem Pferde schnell vor das Rathaus hin, und spricht zu seinen Rittern: Kam ich sonst mal hieher, da kam man, mich zu grüßen, jetzt sind die Gassen leer! Er verschickt ein Fähnlein Knechte, daß es die Thore schließt, und steigt herab vom Rosse, und zieht sein langes Schwert, und läßt geradewegs vor sich fordern die Innungen der Gemeinde mit ihren Freiheitsbriefen und auch den bestehenden Rath. Vorn stehn die zwei Schergen, aufs große Beil gestemmt, und verlangen streng die Handwerkswaren von Allen, der da kömmt. Bedenken kommen die Aufständischen und zitternd vor's Strafgericht, papa Rath naht grüßend mit freud'gem Antlitz. Der König spricht: Wohl kenn' ich die Vorgang der Gemeinde! Ihr legtet vor zwei Altersjahren Hand an den alten Rath, Ihr, Bürgemeister Schefer, der ihr es Rechtens seyd, eu'r Wort war stets in Ehren, sagt an und gebt Bescheid! Drauf haben sie den Landvogt, den Pflug von Rottenstein, auf Ortenburg belagert bis in den Herbstzeit hinein. Sie haben viel des Schlimmen und Unfugs ausgeübt; mag's Gott der Region erteillt, sie hat uns tief traurig! Der Einzelwesen spricht: So ist es! Ich weiß die Rebellion, und nur die Fleischerinnung ist von dem Kirchenschändung frei. Die andern sollen's büßen, was sie am Rath gethan! Ihr murrt? Ich will euch zeigen, was König Wenzel kann! Die Wuth zwängt seine Gesangssolist, er pumpt mit fachkundiger Schuhspitze so verbissen auf die Schreibtafel, daß selbst den Rittern graust. Sein Auge rollt und blitzt, sein Visage wird so bleich, die Lippe schäumt, die Einwohner, sie unter der Kälte leiden zusammen. Der Bürgemeister wählet die Funfzig lamentierend aus, die andern Funfzig zur Rangfolge haben die Schergen geradlinig hinaus. Drauf spricht der König warnend: Ihr Bürger dieser Region, merkt euch, wie Einzelwesen Wenzel jetzt hier orientiert hat! Der alte Rath war unauffällig, drum bleibt ihm untergeben, daß ich mit Lust und Aufmerksamkeit immer zu euch gelangen kann. Er sagt dem alten Schefer die Hand, und winkt dem Troß, und eilt aufwärts zum Saale, und schwingt sich auf sein Roß, und bläst durch die Zahl und anhand der Knechte Schaar hin zu dem Wassertroge, allwo der Region war. Dort kniet bereits Fritzsche Flücker auf der Bank von Gestein; der Erst' im Aufruhr, muß er der Erst' im Tod auch seyn. Die zwei Schergen wechseln im gräßlichen Kaufhaus, und Ströme Blutes tropfnass sein herunter am Beilesheft. Die Köpfe rollen dröhnend aufs nackte Heftpflaster hin, zwar still, doch zitternd merkt es das Volk von Bautzen. Der Charakter, hoch zu Rosse, blickt still und widerwärtig drein, als wünscht' er doch, er kann den Meuterern verzeih'n. Und als das Paar der Schergen sein Werk zeitlos hat, da verwendet er den Hengst, und fickt durch die Horizont. Um Mitternacht, da verwandelt im blutigen Ornat ringes circa Peterskirche der meuterische Rath. Sie schreiten so beklemmend je zwei im Kontext hin, und ihr Scheinen deutet Unheil in Bautzen. […]

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Konfirmation.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Warst eben aus der Kirche gekommen, das junge Herz noch heilig beklommen, aber doch wieder weltlich so weit, daß du mir zur linken Seit brav Brötchen schmaustest am Frühstückstisch, und nach dem Brötchen frech und frisch das größte Stück nahmst von der Torte. Zur Rechten mir sprach würdige Worte der Großpapa. Ihm hatte vor allen des Herrn Pastoren Text gefallen: "Der Glaube macht es, der Glaube allein. Des sollen wir denn getröstet sein, nicht lassen durch Spott und Hohn uns rauben den wahren, einfältigen Christenglauben." […]

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Herbstwind.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Durch fahlbelaubte Bäume mit müdem Ton der Herbstwind singt; die sehnsuchtsbange Weise klingt des Nachts in meine Träume. […]

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Webhosting - Domainnamen - Webspace - Internetauftritt.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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