Maien-Fest

Wieder taucht ein Maientag
aus des Winters Tiefen,
lockt ein heller Amselschlag
alle, die noch schliefen.
Wieder steht das goldene Licht
hoch im Heiligtume -
aus der Dornenhecke bricht
eine Rosenblume.

Maientag und Maienfest!
Unsre Klagen schweigen.
Unsre stolze Sehnsucht läßt
ihre Banner steigen;
ihre Tauben fliegen aus,
ihre Knospen springen -
Kirschen blühn um jedes Haus,
und die Glocken klingen.

Nicht im morschen Kirchenturm, -
tief in Volkes Herzen
wogt ein ganzer Glockensturm,
läutet Lust und Schmerzen.
Nicht vergangne große Zeit
kündet unsre Feier,
von der Zukunft Herrlichkeit
heben wir den Schleier.

Unsre Ernten schauen wir,
reife goldne Felder,
stolzer Stämme Früchtezier,
schattenkühle Wälder.
Hunde nicht, die duckend sich,
scheu am Boden schleichen:
Menschen, welche brüderlich
sich die Hände reichen.

Von den Höhen ringsherum
will ein Echo klingen;
tönend wird, was rauh und stumm,
Lahmen wachsen Schwingen.
Blinde Augen werden wach,
schaun in blaue Weiten,
sehn den großen Frühlingstag
durch die Lande schreiten.

Maienfest und Maienlust! -
Axt und Hammer ruhen -
und der Alltag, schwarz berußt,
geht in seidnen Schuhen.
In den letzten Sklavenkrieg,
in der Tiefe Qualen,
wirft der Zukunft Sonnensieg
seine ersten Strahlen.

Quelle:
Ausklang
Gedichte von Clara Müller-Jahnke
Berlin 1910
www.zeno.org - Zenodot Verlagsgesellschaft mbH

 

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Die Entdeckung von Madera 26.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Zitternd und mit blassen Lippen Ruft der Schiffer: Helf uns Gott! Dort von himmelhohen Klippen Droht Verderben uns und Tod. Es heulen wie Donner die brechenden Wellen, Das Schiffchen mit wütender Kraft wollte mich unterdessen zerschellen. Und als der Meister sich zu ihm umwandte, sah er, daß der Kleine den Kopf in die Luft streckte, als atmete er den nachhallenden Gesang der Glocken ein. In einem großen Saal schliefen Stepan, Iwan und Wsewolod und viele andere Männer. Ich aber werde nicht leiden, rief meine Mutter, dass du allein diese Strafe erduldest! Callias schloss mich in seine Arme und umklammerte mich mit den Schenkeln. Und er durchforschte sein Gehirn nach irgendeiner Sünde und fand keine schwere. Nach dem Abendessen geht Nyima mit dem Sohn nach oben. dachte Mendel. Sie hörte das Schnarchen der Eltern und das Röcheln Teiwazs. Er tat, als nickte er auf dem Sofa ein, während die Nachbarn sich bei Slavko unterhielten. Da rief Teiwaz: Mama, Mama! In der Tat hatte Donar das Hackmesser der Frau Slavko an sich genommen und versteckt. Da schimmerte von ferne her die große, weiße Mauer der Kaserne. Er setzte den Riegel an mein Gartenpförtlein an und schob ihn mit einem Stoss hinein. Es war viel, aber es genügte nicht und enttäuschte Mendel. Er entzündete die große Hängelampe, den Rundbrenner, und setzte sich in ihren Lichtkegel. Er hatte sich nicht getäuscht, er fand, was er suchte. Einem Einzelnen zumal war es ganz unmöglich das Verlangte zu vollbringen. Dann lösten sich unsere Glieder, und wir beide sanken zu gleicher Zeit kraftlos hin. Er wird bei den Arnauten sein, die auch hier zu wachen haben. Hm, hm, hm! Er nahm die Lampe und wankte voran, stieß aber an den Thürpfosten. Er wurde müde, gönnte sich ein kleine Pause und arbeitete dann weiter. Sparsam waren sie, geizig konnte man sagen, fleißig, und Musik liebten sie. Riegel: Aber wohl nicht solchen Riegel, wie der war, womit Callias deine Tür gesperrt hatte. Darauf stellte er eine Leiter gegen die Pforte, denn seine Körperlänge reichte nicht hinan. Hm, hm, hm. Jetzt war es Mittag, und warm schien die Sonne. Früher als gewöhnlich sperrte er heute den Laden, ließ er die Rollbalken nieder. […]

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Beschreibung der Tochter des Pächters und ein Jahrmarkt in die Hauptstadt.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Meine Herrin hatte eine neunjährige Tochter, ein Kind mit ziemlichen Fähigkeiten für ihr Alter, denn sie wußte bereits sehr geschickt mit der Nadel umzugehen und ihre Puppe zierlich anzukleiden. Die Mutter aber und die Tochter bereiteten mir sehr bequem ein Nachtlager in der Puppenwiege; diese wurde in eine kleine Schublade und die Schublade auf ein freihängendes Brett gestellt, um mich so gegen die Ratten zu schützen. Jene Puppenwiege war mein Bett, solange ich bei dem Pächter blieb, wo mir der Aufenthalt allmählich angenehmer wurde, als ich die Sprache zu lernen begann und somit imstande war, meine Wünsche auszusprechen. Im Sommer 1871 wurde er zum besoldeten Stadtrath erwählt und ihm die Leitung des städtischen Schulwesens übertragen. Dafselbe gelangte unter ihm zu hoher Blüthe. Die durch das sächsische Schulgesetz von 1873 bedingte Neuordnung, besonders die Einrichtung der durch dieses Gesetz geforderten Fortbildungsschulen ging unter seiner kräftigen Mitwirkung rasch und befriedigend von statten. Auch entwarf er eine neue, im wesentlichen noch heute gültige Localschulordnung für die evangelischen Volks- und Fortbildungsschulen der Stadt. Ebenso verdanken ihm das städtische Kirchenwesen und die Turnvereine der ganzen Gegend vielfache Anregung und Förderung. Im Sommer 1887 wurde er in Anbetracht seines hohen Alters auf seinen Antrag in den Ruhestand versetzt. Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte er in körperlicher und geistiger Frische in seinem Landhause in Blasewitz bei Dresden, wo er, nachdem er 1892 im Kreise der Seinen den 80. Geburtstag und das goldene Ehejubiläum gefeiert hatte, am 1. April 1893 starb. Sein Grab befindet sich auf dem alten Annenfriedhofe in Dresden. In den großen Städten muss man dennoch mit Preisen um die 300 400 Euro im Monat rechnen. Für ein Auslandssemester ist das Wohnen im Wohnheim meist die beliebteste Möglichkeit. Wer in einer der großen Studentenstädte wie Barcelona, Madrid oder Valencia wohnt muss mit deutlich höheren Mietpreisen rechnen, als in kleineren Städten. Jedoch ist es dann oft auch schwieriger, mit Leuten in Kontakt zu kommen und gerade am Anfang ist es sehr schön, im fremden Land schon gleich ein paar Ansprechpartner zu haben. Wer sich eine Wohnung mit anderen teilt, kann die Mietkosten etwas senken. […]

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