Frühlingslust

Und doch - der Mai steht vor der Tür:
- Ich klopfe lang; wer öffnet mir?
Wer öffnet meiner Frühlingslust
die ganze volle Menschenbrust?
Wer öffnet meinem Sonnenschein
ein Herz, von Trug und Torheit rein?
Wer öffnet meiner Herrlichkeit
ein Auge, daß sich dran erfreut?!

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News & Infos


Menagerie seltener Thiere in einem wunderbaren Treibhaus.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Es war allerdings Ursache vorhanden, einen Jäger in Aufregung zu bringen. Dick klopfte das Herz in der Brust, und seine Finger legten sich fester um den Kolben seines Purdey. Die Fauna dieses Landes kam der Flora gleich. Der wilde Ochse wälzte sich in einem so dichten Grase, daß er fast darunter verschwand; graue, schwarze und gelbliche Elephanten von riesenhaftem Wuchse schritten wie ein Windbruch durch die Wälder, verheerend, niederbrechend, umstürzend und ihren Weg durch Verwüstung bezeichnend. Auf dem mit Holz bestandenen Abhang der Hügel sickerten Cascaden und Wasserrinnen, die ihren Weg gen Norden nahmen; dort badeten sich Nilpferde mit lautem Plätschern, und Seekühe von zwölf Fuß Länge und fischartigem Körper streckten sich an den Ufern aus, indem sie ihre runden milchgeschwellten Euter nach oben kehrten. Sein Witz und Humor verstiegen sich nur bis zur Lust an der Mystifikation. Im übrigen aber war er unfähig, zu dem Ruhme seines Hauses auch nur ein Kleinstes hinzuzufügen; er fühlte sich nur als Verwalter dieses Ruhmes, ein Gefühl freilich, das ihm unter Umständen Bedeutung und selbst Würde lieh. Wo er für sich und seine eigenste Person eintrat, in den privaten Verhältnissen des alltäglichen Lebens, war er eine wenig erfreuliche Erscheinung: kleinlich, geizig, unschön in fast jeder Beziehung. Von dem Augenblick an aber, wo die Dinge einen Charakter annahmen, daß er seine Person von dem Namen Zieten nicht mehr trennen konnte, wurde er auf kurz oder lang ein wirklicher Zieten. Er war nicht adlig, aber gelegentlich aristokratisch. Dies Aristokratische, wenn geglüht in leidenschaftlicher Erregung, konnte momentan zu wahrem Adel werden, aber solche Momente weist sein Leben in nur spärlicher Anzahl auf. Sein bestes war die Liebe und Verehrung, mit der er ein halbes Jahrhundert lang die Schleppe seines Vaters trug. In diesem Dienste verstieg sich sein Herz bis zum Poetischen in Gefühl und Ausdruck, wofür nur ein Beispiel hier sprechen mag. […]

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Der Abend.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Mit balsamischem Gefieder Deckt der Abend nun die Flur, Sanfte Kühlung weht hernieder, Stille sind der Vögel Lieder, Feiernd schweiget die Natur. An ihm soll früher die Jahreszahl 1390 deutlich zu erkennen gewesen sein. Das Unheimlichste war die vollkommene Stille in der Natur. Dasselbe wird im Volksmunde als der einsame Stein bezeichnet. Januar 1559 ging Altstadt mit der Stadt Stolpen in kurfürstlichen Besitz über, nachdem der Ort gegen 150 Jahre unter bischöflicher Gewalt gewesen war. Sie meinten, das Ende der Welt sei gekommen und bereiteten sich auf den Tod vor. Nun folgten Blitz auf Blitz und Schlag auf Schlag. Diese kostbare Bücherei wurde bis auf den Katalog ein Raub der Flammen. In Altstadt befand sich zur Zeit der Bischöfe ein Vorwerk, das Tannenfeld genannt. Dasselbe verkaufte und vererbte Bischof Rudolf von der Planitz (14111427) zum besten der Altaristen der Sankt Barbarakapelle auf Burg Stolpen. Eine Orgel erbaute für diese Kirche der Ortskantor Jakob Uhlisch. Der Kurfürst Vater August von Sachsen verwandelte das Vorwerk zum Teil in ein Forsthaus. Später kamen einzelne Grundstücke in Privathände, einen Teil übergaben die Kurfürsten den Schullehrern von Altstadt zur Benutzung. Der Kurfürst Vater August ließ auf dem Vorwerke auch eine Schäferei anlegen, die aber am 10. August 1724 infolge eines Blitzstrahles eingeäschert wurde. Doch man erbaute dieselbe von neuem. Zur Zeit des Kurfürsten Vater August wird als Besitzer des Altstädter Vorwerkes Barthel von Tolckwitz genannt. In Gefahr kam die neuerbaute Kirche am 16. Als am 16. August die Sonne aufging, beleuchtete sie ein Bild arger Verwüstung. Kurz nach 4 Uhr brach das Gewitter endlich los. Juli 1839, an welchem Tage ein Blitzstrahl in den Turm und in die Kirche fuhr. Der einsame Stein erinnert nach der Sage an einen wunderbaren Vorgang. Vom Sturme hoffte man das Zerreißen des schwarzen Wettergewölks. Die Leute lagen in den Stuben und Kammern auf den Knien. Heute ist von einer solchen allerdings nichts mehr zu sehen. Um das Schloß her glich alles einem rauchenden Schutt- und Trümmerhaufen. Zum Glück war es ein sogenannter kalter Schlag, der nur geringen Schaden angerichtet hatte. […]

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Allabendlich im Dämmerschein.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Ich harre dein am alten Platz, - und weißt du's noch, herzlieber Schatz, weißt noch, wie du vor Jahresfrist allabendlich gekommen bist? Allabendlich im Dämmerschein ich harrte dein! Dämmerschein ist das ratlose, tastete sich der Hütejunge vorwärts, fand jedoch den Ausgang nicht. Ermüdet vom Tragen des schweren Schatzes, setzte er sich auf den Steinboden des Ganges und schlief ein. Als er erwachte, lag ein matter Dämmerschein in dem Gang. Der neue Tag sandte seine ersten Strahlen. Wieder tastete er sich vorwärts und gelangte schließlich zu einer Wendeltreppe, die er hinabstieg. An ihrem Ende kam er erneut in einen Gang und tastete sich weiter. Schließlich stand er in einem Gewölbe, das ihm bekannt vorkam. Es war der Keller des Bauern, bei dem er im Dienst stand. ICH sitze am Fenster im Dämmerschein, die Sonne sank längst schon herab. Ein trüber Nebel deckt Wald und Hain, o läge ich drunten im Grab. Im Innern des Kapellenberges ruht ein unermeßlicher Schatz, bestehend aus Gold und Edelsteinen. Der Schatz ist in einem hohen Gewölbe aufbewahrt, zu dem ein langer und weiter Gang führt. Da öffnet sich plötzlich der Berg. Ein weiter und hellerleuchteter Gang liegt vor ihnen. Beide treten ein. Von den Wänden und der Decke des Ganges flimmert und glitzert es in wundervollem Glanze. Der Gang endet in einem hohen und weiten Gewölbe. Hier sind Goldstücke und Edelsteine in riesengroßen Braupfannen aufbewahrt. Der staunende Postknecht erhält nun die Weisung, nur zuzugreifen. Das tut dieser auch und füllet mit Goldstücken und Edelsteinen seine Taschen. Dann springt er aber vor freudiger Erregung auf das graubärtige Männlein zu, erfaßt dessen eiskalte Hand und ruft überglücklich aus: Ich danke Euch! Doch, o weh! Da geschieht plötzlich ein donnerähnlicher Krach. Der Mönch verschwindet und stößt Klagerufe aus. Das Gewölbe bebt. Die Erde zittert. Der leichtfertige Postknecht aber wird von unsichtbaren Händen erfaßt und fortgeschleudert, so daß er besinnungslos am Boden liegen bleibt. Als der Unvorsichtige aus seiner Ohnmacht erwachte, lag er draußen am Berge auf einem Feldrande. Jenseits des Grabens standen ruhig die Pferde mit dem Postwagen. Die Straßenbäume warfen eigentümliche, fast gespenstische Schatten. Der Postknecht raffte sich auf, in seinen Gliedern fühlte er furchtbaren Schmerz. Nur mit Müh und Not erkletterte er wieder seinen Kutschbock. Nun fuhr er in das Dorf hinein, wo man ihn längst erwartet hatte. Über das Erlebte schwieg er. Am andern Morgen findet er in seinen Taschen anstatt der Edelsteine und Goldstücke Lehmklumpen und kleine Feldsteine. So hatte der arme Postknecht durch seinen wohlgemeinten Dank das ihm winkende Glück verscherzt. Er ist seit jener Nacht noch oftmals am Kapellenberge, ein lustiges Stücklein blasend, vorübergefahren, aber den Gang zu dem im Berge verborgenen Schatze hat er nicht wieder gesehen. […]

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Es sind Bluträcher von Diana, die hier zusammenkommen.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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um sich gegenseitig auszugleichen, und Boten aus vielen Gegenden, in denen man einen Aufstand der Christen befürchtet. Habt ihr hier eine ähnliche Befürchtung zu hegen? Ja, Emir. Die Christen in den Tijaribergen heulen wie die Hunde, welche man angekettet hat. Sie wollen gern los sein, aber ihr Bellen hilft ihnen nichts. Wir haben vernommen, daß sie in das Thal von Berwari einfallen wollen; ja, sie haben bereits einige Männer unsers Stammes getötet; aber das Blut derselben wird sehr bald über sie kommen. Ich war heute in Mia, wo morgen eine Bärenjagd abgehalten werden soll, und fand das ganze untere Dorf verlassen. Es giebt wohl zwei Dörfer, welche Mia heißen? Ja; sie gehören unserm Bey. Das obere Dorf wird vur von echten Moslemim und das untere nur von christlichen Nestorah bewohnt. Diese letzteren sind plötzlich verschwunden. Warum? Man weiß es nicht. Aber Chodih, hier ist die Wohnung des Bey. Steige ab mit den Deinen und erlaube, daß ich dem Bey deine Ankunft verkündige! Schloss Lustheim liegt auf einer kreisrunden Insel und bildet als Point de vue den Abschluss des barocken Hofgartens. Der Grundriss des Schlösschens erinnert an ein stilisiertes H, an den zentralen Hauptbau schließen sich zwei flügelartige Risalite an. Das aus Ziegelstein errichtete und verputzte Gebäude verfügt über zwei Vollgeschosse, der Mitteltrakt wird von einem Belvedere überragt, das mit den angelegten Sichtachsen eine weite Aussicht auf die umliegende Landschaft ermöglicht. Den Mittelpunkt des Schlosses bildet der große Festsaal im Mitteltrakt, der seitlich von den Appartements des Kurfürsten und der Kurfürstin flankiert wird. Im Obergeschoss befanden sich schlichte Räume für die Dienerschaft, das Kellergeschoss nahm die Schlossküche und Wirtschaftsräume auf. Ein kunsthistorisch bedeutender Freskenzyklus im Festsaal und in den kurfürstlichen Appartements, ausgeführt von Francesco Rosa, Giovanni Trubillio, Antonio Maria Bernardi und Johann Anton Gumpp, stellt Szenen aus dem Mythos der Jagdgöttin Diana dar. […]

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