Vergißnichtmein

Selbst im tiefsten Waldesschoß,
wo bei schwülen Juligluten
über Farrenkraut und Moos
grüne Schattenwellen sluten,
blitzt der letzte Abendschein
goldig in die feuchten Gründe,
daß er dem Vergißnichtmein
auch des Lichtes Botschaft künde!

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News & Infos


Dunkle Tiefe, Licht der Erde.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Was in dunklen Tiefen schlief, ruft ans Licht ein neues Werde - und die Kniee beug ich tief zur gebenedeiten Erde. - Quelle: Alte Lieder Gedichte von Clara Müller-Jahnke Berlin 1910 www.zeno.org - Zenodot Verlagsgesellschaft mbH Nichts war jammernswerter, als der Anblick so vieler Leichen u. der Verlust an Eltern, Ehegatten u. allernächsten Freunden. Unzählige Thränen flossen aus den Augen aller, u. wer noch des andern Tages sich auf den Gassen umsehen wollte, konnte mit unbedeckten Füßen auf dem erhitzten Pflaster nicht fortkommen. Wie lange werden die Gottlosen im Feuer leiden? Das Gewölbe bebt. Die Erde zittert. Der leichtfertige Postknecht aber wird von unsichtbaren Händen erfaßt und fortgeschleudert, so daß er besinnungslos am Boden liegen bleibt. Als der Unvorsichtige aus seiner Ohnmacht erwachte, lag er draußen am Berge auf einem Feldrande. Jenseits des Grabens standen ruhig die Pferde mit dem Postwagen. Die Straßenbäume warfen eigentümliche, fast gespenstische Schatten. Der Postknecht raffte sich auf, in seinen Gliedern fühlte er furchtbaren Schmerz. Nur mit Müh und Not erkletterte er wieder seinen Kutschbock. Nun fuhr er in das Dorf hinein, wo man ihn längst erwartet hatte. Über das Erlebte schwieg er. Am andern Morgen findet er in seinen Taschen anstatt der Edelsteine und Goldstücke Lehmklumpen und kleine Feldsteine. So hatte der arme Postknecht durch seinen wohlgemeinten Dank das ihm winkende Glück verscherzt. Er ist seit jener Nacht noch oftmals am Kapellenberge, ein lustiges Stücklein blasend, vorübergefahren, aber den Gang zu dem im Berge verborgenen Schatze hat er nicht wieder gesehen. Vorstoß in bislang unerreichte Tiefen der Erde Er würde einfach nicht mehr sein, und er war auch nicht mehr; wenigstens für die Stunden vor der Tagwache war er nicht mehr. Aber auch dieser Gedanke hatte nichts Schreckhaftes. Nnoch konnte er sich vorstellen, daß die Blasen, die ihn trugen, zerrinnen und er in die Tiefe stürzen könne. Er hatte die Beziehungen zur Materie abgebrnochen. Nur einem Gegner pflegt sie allmählich zu weichen: dem Wein. Bist du ein Teutscher und dich erhebet nicht mächtiges Fühlen? Bei Ebenich aber half das zweischneidige Schwert des Narkotikums wirklich. Endlich verlief sich der Schwarm, und in der Kammer wurde es still. Dann heilte Vitus den Sohn des römischen Kaisers von der Besessenheit. […]

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Rascheln der Gefahr.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Mein Haupt! - Was ich bedient mit täglicher Plage, Wie eine Mutter ihr einziges Kind, Was ich beim Rascheln der Gefahr Geschirmt mit zuckendem Arm - Das liegt nun hoffnungslos verworfen Zwischen Schutt und hämischem Unkraut, Wie ein zertrümmertes Thongefäß! ... Im Feuernest des Herdes ruht Verloren mein angstvoll Auge; Und grübelnd starrt die Glut Zurück mit rotem Auge. Glut, was starrst du? Rosenblätter würden ihn überdecken, ihn ersticken, aber dieser Prozeß würde schmerzlos sich vollziehen. Und dann kam ein Schlaf, der keine Erinnerungen zurückließ. Er fühlte sogar nicht einmal mehr die Unterlage, die seinen Körper trug. Doch wusstet ihr schon, wie schön Wien im Winter ist? Man könnte sie die Herren nennen, die von ihren Witzen leben. Lange schon stand die Gestalt des bleichen Mannes auch über ihr. Die Haltung von Hunden an Ketten oder in Zwingern ist tierquälerisch. Sehr gern ergriffen meine Tnochter und ich dieses Anerbieten. Was die Geschichte uns lehrt, niemals doch wird es benutzt. Am Planetarium vorbei gehe ich schnurstracks zum Riesenrad. Höret ihrs stöhnen hieselbst aus des tiefen Gemäuers Gewölben? das obligatorische Foto zu machen. Rom ist Rom nur noch ach! in den Festen allein. Ich kann einen silbernen mehrarmigen Kerzeleuchter sehen und erfahre später, dass man diesen Waggon mieten kann, für wenige Stunden, aber auch einen ganz Abend. Es werden Spazierwege, Walking-Wege, Laufwege, Radwege und Reitwege ausgeschildert. Dann legte er sich zur Ruh und begann sofort zu schnarchen. Eine Rundung dauert ca. 10 Minuten, aber man hält auf allen möglichen Höhen lange genug an, um die Aussicht zu genießen beziehungsweise Der König befahl nun den Dienern, die Tür des Stalles zu öffnen. Als wenn nie es geschehn, ist was die Menschen gewirkt. Von einem großen S-Bahn-Bahnhof unterquere ich eine mehrspurige Straße und bin am Eingang des Praters. Tiefer in den Wald ließ ich mich in halbem Traume führen. Mögen sie doch auch dem Himmelsgewölbe verbieten, sich zu drehen! Ein Waggon ist mit Tisch, weiß eingedeckt, und Sideboard ausgestattet. Man kann darin Essen, heiraten oder so viel Zeit, wie man sich leisten kann, mit seiner Liebsten über den Dächern von Wien schweben. […]

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Ein neues Wahlsystem und Verwaltung der Rechtspflege.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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In der deutschen Frage war Seitens der Regierung bei Ankündigung der Wahl des Reichsverwesers die volle Zustimmung des Königs zu derselben und seine Bereitschaft für die Einheit des Vaterlandes selbst Opfer zu bringen erklärt worden; doch machte sich sehr bald in der sächsischen Politik gegenüber der Nationalversammlung eine bedächtige Zurückhaltung bemerkbar; vor den Kammern sprach sich die Regierung für das Princip der Vereinbarung zwischen den Regierungen und der Nationalversammlung aus, ja wollte selbst die Frankfurter Beschlüsse der Zustimmung der Kammern unterstellt wissen und fand hierfür bei diesen auch eine große Majorität. Der neue von der Regierung vorgelegte, nach den Wünschen des Landtags modificirte Wahlgesetzentwurf nahm für beide Kammern den directen Wahlmodus, als Grundlage zum activen Wahlrecht Selbständigkeit und ein Alter von 21 Jahren an; die Erste Kammer sollte zum größten Theil aus Wahlen der Grundbesitzer, zum kleineren aus Wahlen der Universität, der Geistlichen und Lehrer bestehen; bei Meinungsverschiedenheiten zwischen beiden Kammern sollten dieselben zu einer einzigen vereinigt werden und als solche abstimmen. Früh, Schleim-Rachsen aus dem Rachen; Schleimiger Geschmack im Munde; Käsiger Mund-Geschmack; Geschmacks-Mangel; Aufstossen; Krampfhaftes Aufstossen; Saures Aufstossen; Hungrige Früh-Uebelkeit; Lechzen nach Erquickendem; Hunger nach dem Essen; Heisshunger; Nach sauren Genüssen, stets Würmerbeseigen; Uebelkeit nach dem Essen; Weichlichkeit im Bauche nach dem Frühstücke; Hitze und Bangigkeit nach dem Essen; Brennen in den Händen nach dem Essen; Nach dem Essen, Trägheit und Schläfrigkeit; Magenschmerz; Arges Magen-Drücken nach dem Essen mit Erbrechen alles Genossenen; Eine Art Verengerung des obern Magenmundes, die kaum genossene Speise kommt wieder in den Mund herauf; Schmerzhaftigkeit der Herzgrube beim Anfühlen; Wühlen in der Herzgrube; Vollheit im Magen; Aufblähung nach dem Mittag-Essen; Leibweh, früh, im Bette; Mangel an Spann-Kraft im Bauche; Drängen in den Bauch-Seiten; Kollern im Bauche; Knurren im Bauche; Qual von Blähungen; Blähungs-Versetzung; Leistenbruch; Arger Drang vor dem Stuhle; Reissen im Unterleibe, mit vielem Stuhl-Drang vor dem Stuhle; Reissen im Unterleibe, mit vielem Stuhldrange; Allzutrockner Stuhl; Chronische Dünn- und Weichleibigkeit; Blut-Abgang beim Stuhle; Bandwurm-Abgang; […]

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Wort ist Dunst und Hauch.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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O schwöre nicht und küsse nur, Ich glaube keinem Weiberschwur! Dein Wort ist süß, doch süßer ist Der Kuß, den ich dir abgeküßt! Den hab ich, und dran glaub ich auch, Das Wort ist eitel Dunst und Hauch. O schwöre, Liebchen, immerfort, Ich glaube dir aufs bloße Wort! An deinen Busen sink ich hin, Und glaube, daß ich selig bin; Ich glaube, Liebchen, ewiglich, Und noch viel länger, liebst du mich. Quelle: Heinrich Heine Buch der Lieder Lyrisches Intermezzo Junge Leiden - 1817-1821 Buch der Lieder Hamburg 1827 www.zeno.org Sie hat ihm geglaubt, wenn sie fragt, spielt er dann taub. Hierbei ist es weltbekannt, daß (ein Kuß) mit dem knospenartig gespitzten Munde aufgedrückt wird. Nun werden die verschiedenen Küsse je nach der Art aufgezählt, wie man je nach den mannigfachen Stellen das Greifen (der Lippe) vornimmt. Da nun als Stätte des Kusses in erster Linie der Mund in Betracht kommt, so wird zunächst dieser Kuß betrachtet. Schwüle geht im Herzen um, Weil ich deinen Kuß noch fühle. Dein sei ein Diadem, das leuchtet wie die Sonne. Dabei gibt es drei Arten, je nachdem man die Oberlippe, die Unterlippe und die ganze Mundknospe berücksichtigt. Wegen der Mannigfaltigkeit der Tätigkeit hierbei sagt der Verfasser zunächst mit Bezug auf die Unterlippe: Sie hat ihm geglaubt, wenn sie fragt, spielt er dann taub. Es sinkt die Fluth und ebnet sich zum Spiegel, Die Winde segeln heim in ihre Klausen, Und auf dem weichen Bett des Dünensandes Verspülen sich die klaren blauen Wellen, Wie müde Kämpfer, die nach Ruh verlangen. Dann schweift die Mus' umher am nassen Strande Und sammelt kleine Muscheln sich zu Kränzen. Weinen will ich bittre Tränen, Weinen, Minna, über dich! Um ihre Füße spielen Wassermücken, Bis eine Woge, länger als die andern, Den ganzen Schwarm verschlingt und ihre Sohlen Mit einem leisen kühlen Kuß berühret. Weil ich deinen Kuß noch fühle! […]

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