Winternacht

Ein Schatten huscht an mir vorüber, ein körperloses Schemen nur . . . Ich seh' ihn nicht: ich fühle seinen eisigen Hauch und das Wehen gelösten Haares um meine Stirn . . . Notdürftig bekleidet - mit nackten Füßen in dem kalten Schnee . . . und jetzt - jetzt sehe ich sie auch - sie, die in der schwülen Sommernacht ihr Alles einst der Liebe geopfert hat, - sie, die nun, verlassen und von Haß und Hohn verfolgt, von wehem Hoffen und tödlicher Sehnsucht emporgetrieben, vom zerwühlten Lager in die Winternacht hinausgeflüchtet ist, um Frieden zu suchen an dem Fest der Liebe - ach, nur Frieden! -

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News & Infos


Zerrissenes Mondlicht.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Durch bebende Zweige fällt zerrissenes Mondlicht und huscht mit Scheu über des kauernden Mannes wüsten Rock und wirres Haar. Seufzend streift vorbei der Nachtwind, und der weiße Blütenbusch sinnt in träumender Trauer: "Arme Menschenblüte, die du gefallen liegst, verloren für die Sonne, das Angesicht verwüstet, auf Stein und Staub! Welch liebeloser Gärtner ließ so dich darben, dürsten, daß du verwelkt, gesunken, zertreten bist in Staub und Stein?" […]

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Capri des Südens - Hexerei im Klippenmeer.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Die purpurblauen Spinneweben um deine Stirn, dann ist's vorbei: zu eigen bist du ihr gegeben. Das Stumme in dir wacht und spricht und singt die unerhörten Prächte, und siedend küßt das Sonnenlicht die tiefsten Saaten deiner Nächte. Vom Felsgestein im Klippenmeer - horch du! wie die Sirenen locken! Bang - wie den Opfern des Tiber - fliegen die Pulse dir erschrocken. Und meine Hand liegt schwer und heiß auf deiner Stirn und bricht mit Beben für dich das blühende Lorbeerreis, für dich das wundervolle Leben. Besonders schön anzusehen ist die Heide im August und September, wenn sie in voller Blüte steht. Das Nationalparkhaus wurde 1998 eröffnet. Die Dünenheide zählt zu den letzten großen Küstendünenheiden an der deutschen Ostseeküste. Das Haus im Norden von Vitte ist ein reetgedecktes Gebäude mit trapezförmigem Grundriss. Es beinhaltet eine Dauerausstellung über den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft mit dem Schwerpunkt Hiddensee. Die Ausstellung steht unter dem Leitspruch Panta Rhei Alles fließt. Was gibt es in Anacapri an einem Tag zu entdecken? Schon die Einfahrt in den Hafen Marina Grande verzaubert mit den malerischen bunten Häuschen. Von dort aus kann man die Seilbahn Funiculare zur Piazza Umberto Piazzetta nehmen, und befindet sich mitten im Trubel der Touristen und des internationalen Jet Set. Elegante Boutiquen und teure Cafés reihen sich hier aneinander und man genießt ein herrliches Panorama. Doch nur wenige Sträßchen entfernt wird es ruhiger und günstiger und immer wieder erschließen sich wundervolle Ausblicke auf das Meer und die Klippen. Nicht weit entfernt ist auch der Arco Nazionale, ein durch die Naturkräfte geformter Natursteinbogen, der herrliche Eindrücke bietet. Berühmt sind auch die Sonnenuntergänge auf Capri, deshalb lohnt es sich durchaus, hier eine Nacht zu verbringen, denn wenn abends, nachdem die meisten Touristen die Insel verlassen haben, die Ruhe wieder einkehrt, lässt sich wunderbar das Lichtspiel der untergehenden Sonne beobachten. Nach dem Zusammenbruch des römischen Reiches wechselten sich die Herrscher auf der Felseninsel in der Reihenfolge ab. Erst 1826 rückte der deutsche Maler und Schriftsteller August Kopisch mit seiner Entdeckung der "Blauen Grotte" Capri in den Mittelpunkt des damaligen Interesses. […]

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Nachtigallen in Waldes grünen Hallen.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Jeder will dem Geiger reichen nun sein Scherflein auf die Hand, da vergeht ihm gleich sein Streichen, und fort ist der Musikant. Und sie sehn ihn fröhlich steigen nach den Waldeshöhn hinaus, hören ihn von fern noch geigen, und gehn all vergnügt nach Haus. Doch in Waldes grünen Hallen rast ich dann noch manche Stund, nur die fernen Nachtigallen schlagen tief aus nächt'gem Grund. Und es rauscht die Nacht so leise durch die Waldeseinsamkeit, und ich sinn auf neue Weise, die der Menschen Herz erfreut. Nachtigallen eine Übersicht sagt, daß in der Völkerschlacht, Wo donnern Stück und Wagen, In schmelzenden Gesanges Pracht, Als wär' der schönste Lenz erwacht, Die Nachtigallen schlagen. Sinds Nachtigallen Wieder, was ruft, Lerchen, die schallen Aus warmer Luft? Aber es sind doch Töne und Motive, die vom Singvogel oder der ihm innewohnenden Natur ausgewählt wurden, und sie folgen nicht willkürlich aufeinander, manches bleibt gleich, manches verändert sich, und ein Prinzip der Selektivität waltet zweifellos darin. Man sagt, daß in der Völkerschlacht, Wo donnern Stück und Wagen, In schmelzenden Gesanges Pracht, Als wär' der schönste Lenz erwacht, Die Nachtigallen schlagen. Es gibt Dialoge, Wechselgesänge, sie hören einander zu, respektieren durch Rufe und Gesang markierte Reviere, und es besteht Grund zur Annahme, dass die Weibchen sich durch die kreative, variative Fähigkeit der singenden Männchen beeindrucken lassen. Nicht sorglos wie die Nachtigall Hat er sein Lied gesungen; Es war der großen Klage Schall, Die Menschenherz und weites All Geheimnisvoll durchdrungen. Wo Bäume, hoch in dem Geäst, ein Blütenmeer, ein Farbenfest, mit Blättern sich bekleiden, da möcht´die kleine Nachtigall, ein Leben lang verbleiben. […]

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Gedenktafel.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Jung und hohen Sinns, Paläste baun und Tempel, und sehntest dich, ein Haus zu sehn mit deines Geistes Stempel. Was dir der Gott an Schönheit gab, das liegt nun all im dunklen Grab. Der Tod, der Neidgeselle, nahm dir zu früh die Kelle, das Richtmaß und den Zirkel ab. Ich aber lebe noch im Licht und bau auf meine Weise, und bau an einem Tempel fromm, darin ich bet und preise. Aus Liedern soll ein Haus erstehn, draus meine Augen fröhlich sehn, darin vor allen Wänden in stillen Opferbränden der Schönheit ewige Flammen wehn. Und eine Tafel bring ich an, davor zwei Kerzen ragen, die soll auf ihrem hellen Grund nur deinen Namen tragen, und soll mich mahnen früh und spät, je herrlicher mein Haus gerät, wie oft ein hohes Streben sich bitterlich muß geben und all in einer Nacht vergeht. […]

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Lieb eines Makels.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Er möcht in die Schranken reiten Und rufen die Ritter zum Streit: »Der mag sich zum Kampfe bereiten, Wer mein Lieb eines Makels zeiht!« Da würden wohl alle schweigen, Nur nicht sein eigener Schmerz; Da müßt er die Lanze neigen Wider 's eigne klagende Herz. Quelle: Heinrich Heine Lieder Romanzen Junge Leiden - 1817-1821 Buch der Lieder Hamburg 1827 www.zeno.org […]

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