Scheiden müssen

Des frommen Spieles ward ich müd,
aus meinem Herzen bricht ein Schrei:
es wogt die Nacht - die Lippe glüht -
und aller Bande bin ich frei!
Zieh mich noch einmal an deine Brust,
erstick mich in lodernden Küssen:
wir haben vom ersten Blick ja gewußt,
wie bald wir scheiden müssen.

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News & Infos


Menschheit ist erstanden - Erd und Leben weicht.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Gehoben ist der Stein, die Menschheit ist erstanden, wir alle bleiben dein und fühlen keine Banden. Der herbste Kummer fleucht vor deiner goldnen Schaale, wenn Erd und Leben weicht im letzten Abendmahle. […]

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Die Wolkenstadt über Dächern, Straßendunst und dumpfem Werkgetose.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Alle, die durch graue Gassen grübelnd hasten und einander hassen um ein karges, hartes Brod, die um armen Leibes Not in das Morgen schaun mit Bangen, die gebrochen und verlassen hüsteln mit gehöhlten Wangen, die den Tod verzweifelnd suchen, oder hinter Eisenstangen schmachtend fluchen, all die Fensteraugen jener langen Häuserreihen sollen aufwärts schauen zur verklärten Wolke. Binnen einer Viertelstunde stand alles in voller Glut. Wo Feuer ist, da ist auch Wind; der erhub sich sehr stark u. trieb von der Kirche übers Schloß. Da fing auch der Siebenspitzige Turm mit an, u. das Feuer drang aus demselben in den Lederboden, wo Holz und brennende Materie genug war. In drei Stunden war alles getan. Von allen kurfürstlichen Gebäuden unter der Schösserei u. im Hahnewalde, die nach Beschaffenheit derselben Zeit schön waren, wurden Aschehaufen. Von der Stadt aber, in- u. außerhalb der Ringmauer, blieb nichts übrig, als das Crucifix auf dem Kirchhofe, so Gott auch diesmal erhalten, ferner des Wildpretwärters Haus am Kurfürstlichen Tiergarten, die kleine Begräbniskirche u. dazu noch eine niedrige Hütte am Altstädter Wege. Der Feind, welcher gute Beute gemacht u. unter anderem 186 Stück Pferde u. Vieh mitgenommen, sahe von ferne zu u. dachte, das ganze Schloß würde daraufgehen u. die Leute in demselben entweder verderben oder herausfallen müssen. Aber was die Gottlosen gerne wollten, ist verdorben und verloren. Das Gebet derer, die im freien Felde herumgejagt, in Sträuchern beschädigt u. ausgeplündert oder sonst in Ängsten waren, drang durch die Wolken zum himmlischen Vater. Gott erhörte das Seufzen u. Weinen derer, die in der Burgkapelle auf den Knieen lagen u. die Hände emporhoben. Er ließ wohlgeraten die Arbeit der munteren Weiber, die aus dem tiefen Brunnen (denn das Röhrwasser der künstlichen Wasserleitung hatten die Feinde zerstört und abgeschnitten) Wasser zum Löschen trugen, u. der Männer, die Wasser ins Feuer gossen. Ja, er selbst half löschen u. gab vom Himmel einen gnädigen Regen. Und so ward die Flamme gedämpft, das Herz des Schlosses erhalten, u. obwohl in der Stadt einige verwundet u. getötet, desgleichen vom Feuer ergriffen u. vom Rauche erstickt worden waren, so ist doch auf dem Schlosse keiner Person Leid widerfahren. Was war es aber für ein schrecklicher Anblick, da der Feind sich unsichtbar gemacht u. die verarmten Leute vom Schlosse u. von den Feldern auf den Brandstätten zusammenkamen! Nichts war jammernswerter, als der Anblick so vieler Leichen u. der Verlust an Eltern, Ehegatten u. allernächsten Freunden. Unzählige Thränen flossen aus den Augen aller, u. wer noch des andern Tages sich auf den Gassen umsehen wollte, konnte mit unbedeckten Füßen auf dem erhitzten Pflaster nicht fortkommen. […]

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Wald erschrocken durch der Stille wunderbaren Locken.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Und durch die Stille, lichtgeschmückt, aus wunderbaren Locken ein Engel blickt. Da rauscht der Wald erschrocken, da gehn die Morgenglocken, die Gipfel stehn verzückt. O lichte Augen, ernst und mild, ich kann nicht von euch lassen! Bald wieder wild Stürmt's her von Sorg und Hassen, durch die verworrnen Gassen führ mich, mein göttlich Bild! Bald aber stellte sich die Nothwendigkeit ein, jene heidnischen und nackten Formen zu verlassen, und in den Miniaturen und Mosaiken der byzantinischen Zeit erscheinen die Engel ohne Flügel und in langer Tunica, auch als Boten mit langen Stäben versehen. Waagen, Paris I. Von solchen Ausschweifungen blieb die christliche Kunst fern; doch zeigt sich allerdings bei den bunten, papageifarbigen Engelflügeln mancher sonst sehr frommer Maler, wie zum Beispiel des Fiesole, etwas zu viel Spielerei. Die weissen und weichen Taubenflügel erinnern an den heiligen Geist unter der Gestalt der Taube, wie die schwarzen Flügel der Teufel an den Teufel unter der Gestalt des Raben. Sodann bezeichnete man der Schrift gemäss die drei ersten Engelklassen (Throne, Cherubim, Seraphim) durch Räder, Thierfiguren und vielgeflügelte und vieläugige oder selbst vielköpfige Menschenfiguren, behielt aber für die andern die einfache menschliche Gestalt und nur zwei Flügel bei, die ihnen als den vom Himmel kommenden Boten gebühren. Piper, Myth. So Eyck auf dem Bilde der Verkündigung. 16. Juden und Muhamedaner geben ihren Engeln fabelhaft grosse und mannigfache Flügel. I. Um die vielen Augen der Cherubim natürlich anzubringen, gaben die altdeutschen Maler den Engeln oft Flügel voll Pfauenfedern. Auch in der Fläche des Tals, wo sonst nur Wiesen sind, wird der Wein in solchen eng aneinander stehenden Reihen von Lauben gebaut, dazwischen das türkische Korn, das nun immer höhere Stengel treibt. Von steilen, bis auf eine ziemliche Höhe angebauten Bergen umgeben, ist es gegen Mittag offen, gegen Norden von den Tiroler Bergen ge deckt. Über lange, niedrige Lauben sind die Stöcke gezogen, die blauen Trauben hängen gar zierlich von der Decke herunter und reifen an der Wärme des nahen Bodens. Die Hügel am Fuße der Berge sind mit Wein bebaut. Hier wendet sich die Etsch wieder gegen Mittag. […]

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Wir werden sichere, unwiderlegliche, unfehlbare Beweise davon erhalten.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Es ist der Nil! wiederholte der Doctor mit voller Ueberzeugung. Der Ursprung seines Namens hat die Gelehrten, ebenso wie der Ursprung seiner Gewässer, leidenschaftlich erhitzt. Man hat ihn aus dem Griechischen, dem Koptischen, dem Sanskrit abgeleitet; übrigens kommt nichts darauf an, da er endlich doch das Geheimniß seiner Quellen hat offenbaren müssen. Die Stämme dieser Gegenden zeigten sich aufgeregt und feindlich: sie schienen mehr zum Zorne als zur Anbetung geneigt zu sein und witterten Fremde, aber keine Götter; es schien, als ob sie die Erforschung der Nilquellen als einen an ihnen begangenen Raub betrachteten. Der Victoria mußte sich außer Schußweite ihrer Musketen halten. […]

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Wir wollen deshalb einen weiten Kreis um das .

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Dorf herum reiten, schlug mein kleiner arabischer Diener Halef vor. Das müssen wir auch. Kommt! Wir schwenkten in einem Bogen ab, aber sogleich setzten sich die Kurden auch in Bewegung, und der Anführer kam wieder auf mich zugeritten. Wo willst du hin? fragte er. Nach Gumri, antwortete ich mit Nachdruck. Meine Antwort mochte dem Kurdenanführer nicht nach Wunsch sein, und er entgegnete: Es ist zu weit, und die Nacht bricht ein. Ihr werdet Gumri nicht erreichen. Wir werden andere Dörfer finden oder im Freien schlafen. Da werden euch die wilden Tiere anfallen, und ihr habt schlechte Waffen. Das war jedenfalls nur auf den Busch geklopft. Vielleicht war es gut für uns, wenn ich ihn vom Gegenteile überzeugte, trotzdem dies auch das Gelüste, unsere Waffen zu besitzen, in gefährlicher Weise erregen konnte. Darum sagte ich: Wir haben sehr gute Waffen! Das glaube ich nicht! lautete seine Antwort. Oh, wir haben Waffen, von denen eine einzige genügt, um euch alle zu töten? Später traten Fernwaffenträger (Armbrustschützen, Arkebusiere, Musketiere) unmittelbar in den Verband des Gewalthaufens. Diese Mischung von Bewaffnungen hatte es in klassischen Phalangen nicht gegeben, Bogenschützen und ähnliche waren nie Bestandteil der Phalanx. Ein weiterer Unterschied lag darin, dass die Gewalthaufen nicht beliebig breit gemacht wurden, sondern entweder ein ausgewogenes Verhältnis von Breite zu Tiefe hatten, oder mehr Tiefe als Breite besaßen. Dafür wurden mehrere Gewalthaufen (meist drei) hintereinander gestaffelt vorgeführt, die sich gegenseitig unterstützten und auch Flankenschutz gewährten, sofern diese Aufgabe nicht von Reiterei wahrgenommen werden konnte. Insofern ist es richtig, dass diese Formationen nicht als Phalanx bezeichnet werden. […]

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