Kap Ferrat

Tiefklare Wasser klingen
an den harten hellen Stein.
Sehnsüchtige Winde singen,
der Nebel auf weißen Schwingen
zieht trägen Flugs landein.

Uralte Oliven träumen
auf blühender Felsenflur.
Fern aus verblauenden Räumen
leuchtet in silbernen Säumen
eines Schiffes letzte Spur . . .

"Du tust ein lange Reise,
dein Schiff geht auf den Grund;
fahr' wohl, fahr' wohl -" und leise
verhallt eine wehe Weise,
verstummt ein Mädchenmund.

Quelle:
An sonnigen Borden - Kap Ferrat
Gedichte von Clara Müller-Jahnke
Berlin 1910

News und Informationen


Die Gewässer des Sees selbst erschienen süß,.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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klar, aber von dunkler Färbung, und gewisse kreisförmige Wellenbewegungen, die sich vielfach kreuzten, verriethen, daß jene sehr fischreich sein würden. Nach Osten zu glänzte da und dort das Meer durch einzelne Lichtungen in dem grünen Vorhange hindurch. Im Norden beschrieb das Seeufer eine weite concave Linie, welche mit dem scharfen Winkel am anderen Ende auffallend contrastirte. Zahlreiche Wasservögel bevölkerten diesen kleinen Ontario-See, in dem freilich nur ein einzelner Felsen, der einige hundert Fuß vom südlichen Ufer über das Wasser emporragte, die "Tausend Inseln" seines amerikanischen Namensvetters darstellte. Dort lebten mehrere Paare Taucherkönige, welche, ernst und unbeweglich auf einem Steine sitzend, den vorüber ziehenden Fischen auflauerten, sich dann plötzlich erhoben, mit einem gellenden Pfiff untertauchten und, ihre Beute im Schnabel, wieder an der Oberfläche erschienen. An dem Ufer und auf jenem Eilande wackelten wilde Enten umher, stolzirten Pelikane, Wasserhühner, Rothschnäbel, Philedons mit einer pinselartigen Zunge, und einige jener wundervollen Lyravögel, deren Schwanz in Form der Bögen einer Leier aufsteigt. […]

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Planetenbewohner mit süßen Grillen.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Die Planetenbewohner mit süßen Grillen sich ergötzen, Einwohner in Planeten setzen, eh man aus sichern Gründen schließt, daß Wein in den Planeten ist: Das heißt zu früh bevölkern. Freund, bringe nur zuerst aufs reine, daß in den neuen Welten Weine, wie in der, die wir kennen, sind: Und glaube mir, dann kann ein Kind auf seine Trinker schließen. […]

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Wanderschaft.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Und die im Tal verderben In trüber Sorgen Haft, Er möcht sie alle werben Zu dieser Wanderschaft. Allgemeines Wandern - Berg Und von den Bergen nieder Erschallt sein Lied ins Tal, Und die zerstreuten Brüder Faßt Heimweh allzumal. […]

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Dresden Barock.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Die Stadt Dresden ganz barock auf Bildern und Büchern schildern. Scharrt mein Reisestock habe Angstzu verwildern - August der Starke und Paris sind weit von Walter von der Vogelwies. Gas und Miete mit Geld so ungeduldig und gegen Dresden billig – das tolle Welt- und Großstadtleben zermürbt mich ganz und gar. Würzen nicht weit die Stadt. Tausend Dank den Dresdener Verehrern! Doch fort von Dresden! Meine Sehnsucht weht nach einer Stadt, die nur aus Oberlehrern und aus Gemütlichkeit besteht. […]

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Frühlingsblüthen und magischwunderbar ein Zauberfarbenring glänzt und glüht.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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In Purpurflammen brennend sah ich die Bilder glüh'n, Lazur und Gold erglänzten, und Saphir und Rubin. Und wie mich so umleuchtet die Wunderfarbenpracht, sah ich zwei Männer stehen in dunkler, alter Tracht. Des einen Blick war Lohe, sein Kinn vom Bart umkraust, das war, o Glück! der hohe, der weitgenannte Faust. Des andern Blick war Demuth, und Friede war sein Gruss; das war der treue Wagner, des Doktors Famulus. Die Redensart ist ähnlich zu verwenden wie der versteckte, entdeckte Haken an der Sache und ist klar von des Pudels Kern abzugrenzen. Marguerite tritt auf, weist aber das Geleit zurück, das Faust ihr anbietet. Beide stürzen sich jubelnd in die Arme, während Mephisto teuflisch lachend abgeht. Letzterer, frei übersetzt als Inhalt zum Zweck der Scharade und Tarnung oder Hülle, diente Johann Wolfgang von Goethe als Variante eines trojanischen Pferdes, mit dessen Hilfe sich Mephisto die Aufmerksamkeit des Faust I verschafft. Habe ich alle Macht im Himmel und auf Erden? Ich wache! die Zauberpferde sind bereit, ich entführe euch. Währenddessen gelingt es Faust, sich Marguerite zu nähern, die ihn mit ihrer Reinheit bezaubert. Der springende Punkt schlägt eine andere Wichtigkeit in der Beurteilung von bekannten Umständen vor. Mephisto berichtet Marthe vom Tode ihres Gatten und macht ihr gleichzeitig Komplimente, die sie sich auch gefallen lässt. Marguerite sitzt in ihrer Stube und beklagt ihr trauriges Los, da sie von Faust verlassen wurde und von ihren Freundinnen verspottet wird. Mephisto unterstützt Faust im Kampf, so dass er ohne Schwierigkeiten seinen Gegner niederstechen kann. Er unterstellt seine Schwester der Fürsorge seines Freundes Siébel. Ein erkannter Hase im Pfeffer kann ein springender Punkt werden aber nicht umgekehrt. Das Gewölbe bebt. Die Erde zittert. Der leichtfertige Postknecht aber wird von unsichtbaren Händen erfaßt und fortgeschleudert, so daß er besinnungslos am Boden liegen bleibt. Als der Unvorsichtige aus seiner Ohnmacht erwachte, lag er draußen am Berge auf einem Feldrande. Jenseits des Grabens standen ruhig die Pferde mit dem Postwagen. Die Straßenbäume warfen eigentümliche, fast gespenstische Schatten. Der Postknecht raffte sich auf, in seinen Gliedern fühlte er furchtbaren Schmerz. Nur mit Müh und Not erkletterte er wieder seinen Kutschbock. Nun fuhr er in das Dorf hinein, wo man ihn längst erwartet hatte. Über das Erlebte schwieg er. Am andern Morgen findet er in seinen Taschen anstatt der Edelsteine und Goldstücke Lehmklumpen und kleine Feldsteine. So hatte der arme Postknecht durch seinen wohlgemeinten Dank das ihm winkende Glück verscherzt. Er ist seit jener Nacht noch oftmals am Kapellenberge, ein lustiges Stücklein blasend, vorübergefahren, aber den Gang zu dem im Berge verborgenen Schatze hat er nicht wieder gesehen. Von der ausgebreiteten Revolution blieb unser Ort verschont, doch erinnere ich mich noch wohl, auf der Landstraße häufig Wagen mit großen bunten Fahnen und Leuten, die Lieder sangen, gesehen zu haben. […]

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