Kap Ferrat

Tiefklare Wasser klingen
an den harten hellen Stein.
Sehnsüchtige Winde singen,
der Nebel auf weißen Schwingen
zieht trägen Flugs landein.

Uralte Oliven träumen
auf blühender Felsenflur.
Fern aus verblauenden Räumen
leuchtet in silbernen Säumen
eines Schiffes letzte Spur . . .

"Du tust ein lange Reise,
dein Schiff geht auf den Grund;
fahr' wohl, fahr' wohl -" und leise
verhallt eine wehe Weise,
verstummt ein Mädchenmund.

Quelle:
An sonnigen Borden - Kap Ferrat
Gedichte von Clara Müller-Jahnke
Berlin 1910

News und Informationen


Herzog Anton Ulrich von Meiningen.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Sein älterer Sohn, Ernst II., folgte ihm, er war ein einsichtsvoller, hochgebildeter Fürst, gründete viele Kunstsammlungen und wissenschaftliche Anstalten, errichtete die Sternwarte auf dem Seeberge, verbesserte die Schulen, bes. die Gymnasien in Gotha und Altenburg, gründete Schullehrerseminarien ebendaselbst, verbot das Lotto und die Hazardspiele, beschränkte die ungemessene Frohne auf gemessene, schuf die Landesbrandassecuranz, die Staatsdienerwittwensocietät, errichtete Armenhäuser, vervollkommnete die Proceßordnung und Polizei, veranstaltete eine Landesvermessung und führte einen musterhaften Staatshaushalt. Ernst st. 20. April 1804. Er war fast der einzige deutsche Fürst, welcher die verfolgten Illuminaten (er gehörte ihnen an und war auch eine Zeit lang Großmeister der Landesloge in Berlin) schützte. Die Truppen Hohenlohes formierten sich gegen 9:00 Uhr mit Front in Richtung der Dörfer Isserstedt und Vierzehnheiligen und marschierten gegen 9:30 Uhr ab. Isserstedt wurde zunächst zurückerobert. Auf Befehl Hohenlohes rückten die preußischsächsischen Truppen nahe an Vierzehnheiligen heran und beschossen es, in Linie stehend und ohne Deckung. Diese schutzlose Stellung wurde eineinhalb Stunden, in denen die französische Infanterie und Artillerie auf die Truppen Hohenlohes feuerte, beibehalten, weil Hohenlohe glaubte, nicht ohne die Unterstützung Rüchels angreifen zu können, der von Weimar aus heranmarschierte. Diese Linie wurde ausgedehnt, um die Franzosen, die andauernd Nachschub erhielten und dadurch mit Überflügelung drohten, im Dorf einzukreisen. Die Frontlinie riss angesichts der starken Verluste durch den Dauerbeschuss ohne Deckung beim Angriff der immer stärker werdenden französischen Infanterie auseinander, woraufhin Hohenlohe den Rückzug befehlen musste, der aber, als die Kavallerie unter Murat angriff, zu einer panischen Flucht führte. […]

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Englisch-Einzelunterricht für 2 und mehr Personen.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Englisch-Einzelunterricht kann in der Sprachschule für 2 oder mehr Leute (z.B. Ehepaare, Kollegen, Bekannte) organisiert sein, die sich entschieden besitzen, zusammen ihre Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern. Der einzigartige und anpassungsfähige Persönlichkeit des Einzeltrainings bleibt hierbei fast erhalten, insbesondere wenn die Lernenden ähnliche Vorkenntnisse und Zielstellungen in der englischen Ausdrucksform besitzen, und die einzelnen Teilnehmer bezahlen komparativ zum Singularunterricht für preiswerte eine Person eine wesentlich geringere Unterrichtsgebühr. Wichtiger Hinweis: Individualkurse können auch bei den Gästen daheim oder im Büro extern Berliner stattfinden. Nach Einstufungstest und Bedarfsanalyse wie auch in Absprache mit dem Lernenden erfolgt die Wahl des Lehrmaterials und der Unterrichtsschwerpunkte im Englischkurs. Das Unterrichtsmaterial (z.B. thematische Vokabellisten mit angebrachten Artikeln zu den ausgewählten Schwerpunktthemen, Übersichten zur Satzstruktur und zu Redewendungen, diverse Übungen) wird dem Lernenden durch unsere Sprachschule verfügbar arrangiert - ohne zusatzkosten. Obendrein kann der Lernende bei Bedarf auch eigenes Werkstoff zum Englischunterricht mitbringen, z.B. beruflich relevante Artikel oder Fachzeitschriften in englischer Ausdrucksform. Die Sprachausbildung erfolgt in Wort und Schriftart, wenngleich eine Schwerpunktsetzung angemessen den individuellen Bedürfnissen und Zielstellungen möglich ist, z.B. 70% Sprechen und 30% Schreiben. Die Sprachvermittlung geschieht allumfassend, d.h. alle Sprachtätigkeiten - Lauschen, Sprechen, Durchlesen, Schreiben - werden geübt. Der Sprachschatz wird geordnet vergrößert, die angloamerikanische Aussprache (Phonetik) wird optimiert, grammatische Fertigkeiten sein vermittelt, und die Bühnensprache wird trainiert. Die mündliche Verständigung spielt während des gesamten Englischkurses eine ausschlaggebende Rolle. Das behandelte Vokabular sowie die vermittelten Grammatikkenntnisse werden kontinuierlich und praxisgerecht im eigenen Kommunikationstraining angewendet und vertieft. Im Englischunterricht sein nicht alleine Sprachkenntnisse entgegengebracht, sondern auch Fertigkeiten erfunden und planmäßig geübt, z.B. schnelles sprachliches Antworten in Alltagssituationen, Hörverständnis, monologisches und dialogisches Kommunizieren. Eine Unterrichtseinheit beinhaltet an unserer Berliner Sprachschule im Normalfall 90 Min (= eine Doppelstunde) bzw. zwei Schulstunden, wobei auch größere Einheiten im Englischunterricht abgemacht werden können. Das Englisch-Einzeltraining kann auch wohlauf von Crash-Kursen (Englisch-Intensivlehrgängen) durchgeführt sein mit unterschiedlichen Unterrichtseinheiten täglich; auch ganztägiger Englischunterricht sowie Englisch-Einzeltraining am Samstag oder im Verlauf des Urlaubs bzw. in den Schulferien sind möglich. […]

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Thermometer und Barometer.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Nach zwei Stunden war der Victoria, da er sich mit einer Schnelligkeit von etwas über acht Meilen in der Stunde bewegte, der Küste merklich nahe gekommen. Der Doctor beschloß, sich der Erde wie der zu nähern; er mäßigte die Flamme des Knallgasgebläses, und bald ließ sich der Ballon bis auf 300 Fuß vom Erdboden herab. Er befand sich über Mrima, welchen Namen dieser Theil der Ostküste führt. Ein dichter Saum von Wurzelbäumen beschützte die Ufer, und bei der Ebbe konnte man sehen, wie ihre dicken Wurzeln von dem Zahn des Indischen Oceans benagt wurden. Die Dünen, welche ehemals die Küstenlinie gebildet hatten, hoben sich am Horizonte ab, und die Spitze des Nguru-Berges ragte im Nordwesten empor. Der vierzigjährige Staatsmann, der jetzt das Ministerium des Auswärtigen, nach einigen Monaten auch das des Cultus und Unterrichts übernahm, der bald der volle Vertrauensmann des Königs Friedrich August und das leitende Haupt der sächsischen Regierung wurde, war in der Schule der alten Diplomatie aufgewachsen; nach Naturell, Neigung und allgemeiner Weltansicht ist er eigentlich immer vorwiegend Diplomat geblieben. Eine reiche Lebenserfahrung in der Sphäre der großen Welt war ihm eigen; er kannte die wichtigsten Höfe; von den führenden Staatsmännern der Zeit war er den meisten begegnet, mit vielen hatte er in näherem Verkehr gestanden; die kleinen und die großen Fragen der europäischen Politik waren näher oder ferner in seinen Gesichtskreis getreten. Helläugiges, klar blickendes obersächsisches Naturell und ein glückliches Temperament kamen ihm zu Statten. Es war nichts dämonisch Gewaltsames in ihm; bei allem Ernst in Arbeit und Beruf ein lebensfrohes Kind der Welt, keinem Genusse abhold, ein Meister der Geselligkeit, von gefälligen Lebensformen, witzig und unterhaltend, in Schrift und Rede von verführerisch leichter Productivität, nicht ohne eine gewisse Neigung zu selbstgefälliger Weitschweifigkeit. Seine politischen Grundanschauungen waren im wesentlichen die der diplomatischen Atmosphäre, in der er lebte; er konnte als ein gemäßigt Conservativer gelten, der zeitgemäßen Reformen nicht abgeneigt, zunächst aber entschlossener Gegner der Revolution war. In den Fragen der deutschen Politik steht er nach Tradition und Ueberzeugung auf dem Boden des alten Bundesrechts; seine politischen Sympathien neigen auf die Seite Oesterreichs, Preußen steht er mit allen Vorbehalten der hergebrachten deutschen Mittelstaatspolitik, doch ohne eigentliche Feindseligkeit, gegenüber. […]

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Bild, wie Schaum und großer Eichenbaum.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Da sprach sie schnell: Sei bald bereit, ich wasche dir dein Totenkleid! Und als sie dies gesprochen kaum, zerfloß das ganze Bild, wie Schaum. Und fortgezaubert stand ich bald in einem düstern, wilden Wald. Die Bäume ragten himmelan; ich stand erstaunt und sann und sann. Und horch! welch dumpfer Widerhall! Wie ferner Äxtenschläge Schall; ich eil durch Busch und Wildnis fort, und komm an einen freien Ort. Inmitten in dem grünen Raum, da stand ein großer Eichenbaum; und sieh! mein Mägdlein wundersam haut mit dem Beil den Eichenstamm. […]

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Weimars Standpunkt unter den deutschen Mittelstaaten.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Die Umgestaltung der gewerblichen Verhältnisse wurde von der Regierung mit Ernst ins Auge gefaßt; über die Herstellung eines gemeinsamen Arbeitsgebietes für alle Thüringischen Staaten wurden Verhandlungen eingeleitet und über die Frage, ob nur Reform des Zunftwesens, ob Gewerbefreiheit einzuführen sei, Gutachten der gewerblichen und Verwaltungscorporationen eingeholt. Im Zusammenhang hiermit stand ein am 18. Nov. in Weimar versammelter Thüringer Gewerbetag, welcher die Niedersetzung einer Commission für Bildung einer gewerblichen Centralstelle und die Abhaltung regelmäßiger Gewerbetage beschloß. Auch Georg Büchner und Bertolt Brecht wurden stark vom Sturm und Drang beeinflusst. Beispielsweise nahm Bertolt Brecht einige Merkmale der Dramen aus dieser Zeit in seinem epischen Theater wieder auf. Den Beginn der Epoche markierte das Werk Fragmente von Johann Gottfried von Herder (1744-1803) aus dem Jahr 1767. Das Ende der Epoche läuteten Goethes Bildungsreise nach Italien und Schillers Kant-Studien ein. Die beiden Autoren verfassten einige der wichtigsten Werke des Sturm und Drang. Doch Goethe gewann in Italien viele neue Ideen, die seine Bücher, die er nach der Reise schrieb, sehr veränderten. Ebenso erging es Schiller, nachdem er sich intensiv mit der Philosophie Kants beschäftigt hatte. Man kann sagen, dass beide in dieser Zeit erwachsener wurden. Mit ihren späteren Werken begründeten die beiden Schriftsteller die auf den Sturm und Drang folgende Epoche: die Weimarer Klassik. Schon der Verfassungskonvent auf Herrenchiemsee hatte die Einrichtung des damals noch positives Misstrauensvotum genannten konstruktiven Misstrauensvotums vorgeschlagen. Die FDP plädierte zwar noch für einen von Bundestag und Bundesrat gemeinsam gewählten Bundeskanzler, doch da dieser Vorschlag eine Regierungskrise nicht verhindern konnte, wurde er abgelehnt. Zunächst wurde eine Bestätigung der Bundesminister durch den Bundestag ebenso wie die Möglichkeit der Entfernung einzelner Minister aus dem Kabinett über ein destruktives Misstrauensvotum beschlossen; später wurden diese Vorschriften jedoch wieder verworfen, was die durch den Grundgesetzentwurf bereits verbesserte Stellung des Bundeskanzlers zusätzlich stärkte. Anzumerken bleibt, dass eine fundamentale Krise mit einem mehrheitsunfähigen Parlament, wie in den letzten Jahren von Weimar, auch die Verfassungsordnung des Grundgesetzes sprengen würde. […]

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