Gläserklingen

Aus der schweigenden Schneeeinsamkeit
kehre ich heim; da gleißt und bricht
aus breiten Fenstern ein Strom von Licht
und tönt ein Lachen und Gläserklingen:
sie feiern Silvester mit Scherz und Singen.

Vorüber an prunkender Villen Geheg
durch schmutzige Gassen führt mein Weg.
Hier tönt nur Fluchen; ein trübes Licht
träg durch befrorene Scheiben bricht.

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News & Informationen


Sachsen unter den Wettinern.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Der Name Sachsen wurde auf die bisherigen Länder Meißen, Osterland un Thüringen übergetragen; das Haus Wettin aber sitzt noch auf den Thronen S-s. Friedrich, im Besitz der Kur, ertheilte der sächsischen Landschaft eine feierliche Bestätigung ihrer Freiheiten u. Privilegien u. wurde den 18. Jan. 1424 auf dem Kurfürstentage zu Bingen in das Kurcollegium eingeführt, nachdem er zuvor dem Herzog von Lauenburg Caution geleistet, daß er sich wegen der Ansprüche desselben richterlicher Entscheidung unterwerfen wolle, u. am 1. Aug. 1425 mit der Kur, dem Herzogthum Sachsen u. dem Erzmarschallamte belehnt. Außer dem Kurkreise gehörten ihm das Herzogthum Sachsen, die Pfalz Sachsen, die Grafschaft Brehna u. die Burggrafschaft Magdeburg, von welcher letzten aber nur noch das Grafengedinge zu Halle übrig war. Der Tragiker muß sich vor dem ruhigen Räsonnement in acht nehmen und immer das Herz interessieren; der Komiker muß sich vor dem Pathos hüten und immer den Verstand unterhalten. Wenn Marie erfuhr, daß er, Joseph, wissend den Tod in sich trug, war das Unglück nicht zu ermessen. Aber schon Theognis bedauert dass Fehltritte den sterblichen Menschen anhaften. Und dieser, der in keiner Hinsicht ein Kraftmensch war, fühlte langsam seinen Zorn in jene weichlich trübe, faule Resignation übergehen, mit der bis jetzt fast alle seine Liebesversuche geendet hatten. Die Tragiker setzen die Szene ihrer Dichtungen fast immer in die Vergangenheit. Dieses Merkmal tritt besonders in Ungeduld des Herzens, Zweige einzigem vollendeten Text, hervor. Das Fest ist zum Vergleiche mit dem älterem Drama im Haus einladet; dennoch ist die Gestalt aus einem ganz anderen Metall wie bei Hertz, härter, wilder, entschlossener. Er setzte bei seinem Vater Johann Georg von Sachsen durch, dass die sächsischen Truppen die Festung räumten, um der Burg ihre strategische Anziehungskraft zu nehmen. Während einer erneuten Belagerung durch die Schweden brach am 6. Januar 1637 ein Feuer in der Burg aus. Die gesamten oberen Stockwerke der West- und Nordseite sowie die Kapelle wurden zerstört. Ein Neutralitätsvertrag zwischen August und den Schweden hielt den weiteren Krieg von Halle ab. Sachsen Wettiner […]

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Fleiß und Arbeit wird ihm sauer.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Die Faulheit: Fleiß und Arbeit lob' ich nicht. Fleiß und Arbeit lob' ein Bauer. Ja, der Bauer selber spricht, Fleiß und Arbeit wird ihm sauer. Faul zu sein, sei meine Pflicht; diese Pflicht ermüdet nicht. Bruder, laß das Buch voll Staub. Willst du länger mit ihm wachen? Morgen bist du selber Staub! Laß uns faul in allen Sachen, nur nicht faul zu Lieb' und Wein, nur nicht faul zur Faulheit sein. Die neue Dauerausstellung zeigt einzigartige literarische Zeugnisse des 18. und 19. Jahrhunderts mit Schwerpunkt auf der Schwäbischen Dichtung. n den nnenräumen des 1903 erbauten Museums wurde der historische Bestand nach Plänen von David Chipperfield Architects neu interpretiert. Und es war von Anfang an nicht allein Friedrich Schiller gewidmet, sondern der Literatur und Geistesgeschichte Südwestdeutschlands insgesamt. So hat am 10. November 1903 eine nstitutiVon iIhre Pforten geöffnet, die sich schnell Rang und Ansehen im Kreis der Bibliotheken und Archive, der Museen und Gedenkstätten verschaffen sollte. Nach zwei Jahren Bauzeit wurde das Haus auf der Schillerhöhe zum 250. Geburtstag Friedrich Schillers am 10. November 2009 durch den damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler wiedereröffnet. So hat auch Goethe selbst im Alter beim Neubau des Weimarer Schlosses die Unterhaltung mit italienischen Kunsthandwerkern gesucht, um im italienischen Gespräch die Atmosphäre des Landes seiner Sehnsucht aufleben zu lassen. Als iaggio in taliawurde das Manuskript erst im Goethejahr 1932 mit italienischer Förderung publiziert. Aber sollte nicht der Wunsch maßgebend gewesen sein, durch die musikalische Sprache des Reiselandes unmittelbarer in dessen Welt zu versetzen, als dies mit deutscher Zunge möglich war? Nun das Merkwürdige: Goethes Vater schrieb seinen Reisebericht in italienischer Sprache. Schudt in seinem schönen Buche über talienreisen im 17. und 18. Jahrhundert. Man nimmt die italienische Sprache des Manuskripts gewöhnlich als Marotte, so kürzlich noch legte er den Grund zu einem bessern und gerechtern Steuersystem, das aber vielfach Widerspruch erregte, weil es den Adelsvorrechten entgegentrat und alle ständischen Privilegien beseitigte, aber auch dem Bürger nicht passte, der in der Einschränkung der Konsumtionsfähigkeit des Adels seinen Nachteil erblickte. Dagegen verdienen Josephs Schöpfungen für das Wohl der Armen und Leidenden: Kranken- und rrenhäuser, Gebär- und Findelanstalten, Waiseninstitute, Besserungsanstalten, nstitute zur Heranbildung von Militärärzten, uneingeschränktes Lob. […]

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Freunde des Verstorbenen sind für diesen Abend eingeladen.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Ach, wie sie alle entsetzt waren! Sie drängten sich um den Doktor und suchten ihn zu beruhigen, ihm auseinanderzusetzen, wie Harry in vielfacher Weise gezeigt habe, daß er Harry sei, wie er jeden Namen kannte und sogar die der Hunde, und baten und beschworen ihn, Harry nicht zu nahe zu treten und das Zartgefühl der Mädchen zu schonen u.s.w. Aber es war umsonst, er brauste auf und meinte, jemand, der sich für einen Engländer ausgebe und Englands Lingo nicht besser nachmachen könnte, als der da, sei ein Betrüger und Lügner. Die armen Mädchen hingen sich an den König und weinten. Es ist quasi wie eine Fremdsprache, die ich jahrelang gelernt habe. Eine Krankheit fühlt sich für mich dann auch ganz anders an als ein Unfall, Mord oder der Freitod. Manchmal kommt es auch vor, dass der Tod z.B. durch eine Krankheit eingetreten ist, die ich selber gar nicht kenne und auch kaum je einmal durch einen anderen Verstorbenen übermittelt bekommen habe. Dann ist es mir nicht möglich, einen Namen der Krankheit zu nennen. Zur Ausbildung, Erkunden der Todesursache und zur Erforschung der menschlichen Anatomie werden in Krankenhäusern und Medizinischen Fakultäten Leichen geöffnet. Denn der Verstorbene kann es mir nicht sagen. Ich höre ihn ja nicht. Er kann höchstens umschreiben, in welchem Rahmen der Tod eingetreten ist, zum Beispiel zu Hause oder im Krankenhaus. Oder andere Informationen rund um die Todesursache übermitteln. Vielmehr ist es eine Sprache aus Gefühlen und Bildern. Dies ist auch der Grund, warum es für ein Medium kein Problem ist, Botschaften von einem fremdsprachigen Verstorbenen zu übermitteln. Denn die Informationen bekomme ich als Bilder, ähnlich wie Erinnerungsbilder. In den Kühlzellen können die Verstorbenen mehrere Tage, selten Jahre lagern, wenn sie in der Pathologie untersucht werden müssen. Und gewisse Dinge spüre ich auch selber an meinem Körper. Die Todesursachen beispielsweise nehme ich meistens über meinen eigenen Körper wahr. Wenn ich einen Verstorbenen habe, der bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist, dann spüre ich an meinem Körper die Stellen, die verletzt wurden. Und so kann ich erahnen, um welche Todesart es sich gehandelt haben muss. Im Leichenhaus, also der Leichenhalle werden Verstorbene vor der Bestattung aufgebahrt. […]

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Blütenduft wie feuchte Nebelluft.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Und berauschend von den Hügeln steigt empor der Blütenduft, aber um die fernen Höhen weht's wie feuchte Nebelluft. Dieser stille Gottesacker, dieses weite Totenfeld, wie es mich im Zauberbanne seines tiefen Friedens hält! Blüten-Zauber der Apfelblüte, besonders der letztere war es, der durch seine bekannten Dichtungen ein liebliches Phantasiegemälde nach dem andern vor dem deutschen Lesepublikum erstehen ließ. Man sprach zu der Zeit von den Südseeinseln wie von einem wiedergefundenen Paradies. Ihre zum ersten Male geschaute Naturschönheit übte einen mächtigen Zauber auf die nordischen Besucher aus. Aber auch in der Beschreibung der Eingeborenen sparte man die Lobsprüche nicht. Das heitere, glückselige Leben jener Naturkinder wurde in Deutschland und England geradezu sprichwörtlich. Man ließ sich hierin auch nicht durch die Tatsache beirren, dass Cook auf seinen späteren Reisen schon heftige Zusammenstöße mit diesen vermeintlichen Paradiesbewohnern hatte; Enttäuschungen, die sich in der Folgezeit noch häuften. Die Südsee-Schwärmerei war nun einmal Mode geworden, und immer neue Forscher und Abenteurer zogen aus, die so schnell berühmt gewordenen Inseln zu besehen. Hinter ihnen kamen unternehmende Kaufleute in immer wachsender Zahl, dann Pflanzer; endlich in der Neuzeit auch die auf Kolonialerwerb ausgehenden Vertreter der Großmächte. Die Schmerzen waren fürchterlich. Endlich öffnete sich die Türe zur Schreckenskammer. Aber schon bei dem Anblicke der Marterinstrumente erklärte der Unglückliche, er bekenne, daß er einen Bund mit dem Teufel gemacht habe, mit dessen Hilfe er auch vom Turme herabgestiegen sei. Am 6. November 1654 widerrief er zwar seine Aussage, aber es half ihm dies nichts. Er wurde für einen Zauberer, Hexenmeister und Teufelsbündler erklärt, und man sprach über ihn das Todesurteil aus. Da halfen nun nicht mehr die Bitten und Tränen des unglücklichen Gefangenen. Die Feinde wollten ja über ihn triumphieren. Caspar Dulichius wurde am 8. Juli 1655, nach einer anderen Angabe bereits am 3. Juni, auf dem Marktplatze in Kamenz öffentlich mit dem Schwerte hingerichtet. Seine letzten Worte waren: Mein Gott und Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist! So starb ein Mann, der das Opfer seiner Feinde und des furchtbaren Aberglaubens seiner Zeit geworden war. Das waren die Zustände der so oft gepriesenen guten, alten Zeit. […]

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Liebe in der Fremde 4.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Jetzt wandr ich erst gern! Am Fenster nun lauschen Die Mädchen, es rauschen Die Brunnen von fern. Aus schimmernden Büschen Ihr Plaudern, so lieb, Erkenn ich dazwischen, Ich höre mein Lieb! Als es Sommer wurde, fing er an. Jetzt sah ich mich vergebens um nach den beiden. Der Vordergrund wird durch ein Beet roten Mohns gebildet, das die ganze Breite des Feldes besäumt. Der Vorwurf war folgender: ein reifes Kornfeld; ein glutblauer Himmel wie an einem Tag nach Gewittern; hinter dem in der Fülle schwankenden Getreide zieht sich das weiße Band einer niedrigen Mauer, und hinter der Mauer schreitet straff eine junge Magd mit einem Wasserkrug auf dem Haupt. Der Eindruck, den die zunehmende Reife des Korns hervorrief, übertraf alle Erwartung und ließ frühere Entwürfe immer wieder verblassen. Kaum genesen und nicht gewarnt durch den Zusammenbruch, stürzte er sich neuerdings in fieberhafte Tätigkeit. Wichtig war, den rasch abblühenden Mohn festzuhalten, der sich nur in einem genau fixierten Frühlicht so sammetartig glänzend darbot, wie ihn das Bild verlangte. Es waren Gegensätze von überraschender Verwegenheit, ein Fünfklang von Blau, Gold, Weiß, Braun und Purpur, der von allen unreinen Zwischentönen befreit war. Als es Abend wurde, wandte er sich plötzlich an mich. Von der ungeheuern Anstrengung des Körpers und Geistes erschöpft, wurde Willenius Ende September krank und mußte für dritthalb Monate jeder Arbeit entsagen. Wochen und Wochen hindurch stand Willenius täglich von sechs Uhr morgens bis zwei Uhr nachmittags draußen und entwarf über dreißig Skizzen. Er fühlte sie alle und ahnte jede ihrer Bewegungen. Über große Flächen ist er kaum einen Meter tief. Ein Langhaus ist schon fertig, ein weiteres in Arbeit. Der Sommer bringt den Mandelbaum und die Edelkastanie zum Blühen, und bis zu der Stelle, wo das Schlandernauntal mündet, schlingt sich die Weinrebe um die schwärzlichen Moränen. Es war nicht mehr geheuer in der guten, stillen Stadt. Die Abende sanken spät und golden über das Land. Aber der Winter ist selbst im untern Tal hart; es heißt, daß die krankhafte Langeweile vom Oktober bis zum April fast alle Regierungsbeamten zu Morphinisten macht. […]

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