Reifer Herbst

Nun laß den Sturm aus Norden wehn
und herbstlich sich die Fluren färben -
wir glauben nicht an Sterben,
an Sterben und Vergehn!
Uns wirft der früchtereife Baum
die roten Aepfel vor die Füße,
wir kosten ihre Süße
und schlürfen ihren Schaum.

Der Feuermohn im Gartenbeet,
ob seiner Flammen Pracht verlodert,
die Knisterseide modert: -
hochragend seine Kapsel steht.
Von meinem Drucke körnerschwer
zerspringt die reife Hülle, -
keimkräftigen Samens Fülle
streut rings der Wind umher.

Das ist das ewige Gebot
des ungestörten Weiterwebens:
eine neue Form des Lebens
ist jeder Tod.
Dem Frühling drum im Herbst ein Glas!
Wir trinken aus dem Vollen -
die goldenen Tropfen rollen,
Dankopfer, ins gelbe Gras....

Quelle:
Ausklang
Gedichte von Clara Müller-Jahnke
Berlin 1910
www.zeno.org - Zenodot Verlagsgesellschaft mbH

 

News & Infos


Fürstencongreß in Baden.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Auch in diesem Jahre waren die Landtage versammelt, die Berathungen betrafen im Allgemeinen nur Gegenstände von untergeordnetem Interesse; ein Gesetzentwurf über Aufhebung der Beschränkung des vertragsmäßigen Zinsfußes wurde angenommen. Dem Sonderlandtag in Koburg lagen hauptsächlich Vorlagen über Anfertigung eines neuen Papiergeldes, Bonitirung des Grundbesitzes und die allgemeine Grundsteuer, den Beitritt zu dem Süddeutschen Münzverein, die Verwilligung eines Zuschusses zur Verzinsung der Werrabahnactien vor; dem zu Gotha Entwürfe über Bestrafung von Forstvergehen, Anlegung von Mündelgeldern, Neuausgabe von Kassenscheinen, Einführung von freien Gerichtstagen. […]

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Auf diesem ersten Kegel ruhte noch .

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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ein an seiner Spitze leicht abgerundeter zweiter, der etwa einem runden, mehr auf ein Ohr gedrückten Hute glich. Letzterer bestand aus nacktem, da und dort von röthlichen Felsen durchbrochenem Erdreich. Beim Austritt aus dem Walde konnte man die orographische Anordnung des Landes erkennen. Der Berg setzte sich aus zwei Gipfeln zusammen. Der erste erschien etwa in der Höhe von 2500 Fuß abgeplattet und wurde von sonderbar gestalteten Vorbergen gehalten, die in ihren Verzweigungen einer fest in den Erdboden eingeschlagenen riesigen Kralle nicht unähnlich waren. Zwischen diesen verliefen enge Thäler mit zahlreichen Bäumen, deren letzte Gruppen sich bis zu der abgestuften Oberfläche des unteren Kegels erhoben. Jedenfalls erschien die Vegetation an der den Nordostwinden ausgesetzten Bergseite minder entwickelt, dafür bemerkte man an derselben viele Streifen, welche offenbar Lava-Rinnen vorstellten. Er lag dort unten wie eine Landkarte, und obgleich er mir noch immer sehr weit entfernt schien, so zeigten sich die Unebenheiten seiner Oberfläche doch überraschend und geradezu unerklärlich deutlich. Das gänzliche Fehlen von Meeren, Seen, ja sogar Flüssen oder sonstigen Wasserstrecken fiel mir sogleich als der eigenartigste Zug seiner geologischen Beschaffenheit auf. Dennoch bemerkte ich sonderbarerweise riesige Flächen von entschieden alluvialem Charakter; der weitaus größte Teil der sichtbaren Hemisphäre war jedoch mit zahllosen vulkanischen Bergen von konischer Form bedeckt, die mehr künstlich aufgerichteten als natürlichen Erhebungen glichen. Der bedeutendste von ihnen erreichte nicht mehr als dreidreiviertel Meilen senkrechter Höhe; übrigens würde eine Karte des vulkanischen Gebietes der Campi Phlegräi Euren Exzellenzen eine bessere Vorstellung des allgemeinen Mondbildes geben als mein Versuch, eine Beschreibung davon zu liefern. Die meisten Berge befanden sich offenbar im Zustand der Eruption, und einen grausigen Begriff ihres Wütens und ihrer Gewalt gab mir das wiederholte Vorüberdonnern emporgeschleuderter Meteorsteine, die jetzt in immer unheimlicherer Häufigkeit an meinem Ballon vorüberschossen. Neu im Trend - Ballon - Erst geraume Zeit später erholte ich mich so weit, um dem Ballon die gebotene Sorgfalt zuwenden zu können. Meine Instrumente waren alle in bester Ordnung, und glücklicherweise hatte ich weder Ballast noch Proviant verloren. Es war ja auch alles so sorgsam von mir befestigt gewesen, daß Verluste kaum möglich werden konnten. Ich sah nach der Uhr und stellte fest, daß es sechs Uhr war. Ich stieg noch immer mit großer Schnelligkeit, und das Barometer verzeichnete nun eine Höhe von drei und dreiviertel Meilen. Genau unter mir auf dem Ozean lag ein kleiner, dunkler Gegenstand von ziemlich länglicher Form und von der Größe eines Dominosteines und einem solchen überhaupt sehr ähnlich. Ich richtete das Teleskop darauf und erkannte nun deutlich, daß es ein britisches, sorgsam aufgeholtes Kriegsschiff war, das in westsüdwestlicher Richtung mächtig die Wogen stampfte. Außer diesem Schiff sah ich nichts als Meer und Himmel und die Sonne, die schon lange aufgegangen war. * Ballondatenbank * Koordinaten Leser * Ballon eintragen * Wettkampf Software * […]

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Lieblingskatze meiner Herrin sprang ihr auf den Schoß .

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Ich hörte hinter mir ein solches Schnurren, wie es bei uns einige Dutzend Strumpfwirker zu erregen pflegen, und bemerkte bald, daß dieses vom Spinnen jenes Tieres entstand, das dreimal größer als ein Ochse zu sein schien, wie ich nach dem Aussehen seines Kopfes und seiner Pfote berechnete, während die Herrin es fütterte und streichelte. Die Wildheit, die im Gesicht der Katze lag, brachte mich außer Fassung, obgleich ich am anderen Ende des Tisches, fünfzig Fuß von ihr entfernt, stand, und obgleich meine Herrin sie in Besorgnis festhielt, das Tier könnte plötzlich vorspringen und mich mit seinen Pfoten erschlagen. Es muß sehr viel Betrieb zwischen unseren Zelten gewesen sein, Hippo- und andere Getierfährten waren deutlich zu erkennen. Zum Frühstück in der Lodge beehrten uns dann einige Meerkatzen und waren scharf auf den Zucker. Die Show stahl uns ein dickhalsiger Ochsenfrosch mit seinem lauten Gequake! Hier befindet sich auch der höchst gelegene Bahnhof Südafrikas und wir konnten endlich Makadamia-Nüssen kaufen. Das ernstliche Nachdenken über die Sache machte mich geradezu und zuweilen für geraume Zeit melancholisch. Auf dem Weg zum Ausgang des Reservates schien es so, als wollten sich die Tiere von uns verabschieden: Elefant, Büffel und Zebras. Die letzte Nacht verbrachten wir im Misty Hills Country Hotel, nahe Muldersdrift. In der hübschen Farmerstadt kehrten wir im Rose Cottage ein und pausierten bei Kaffee und kleinem Imbiss. Dazu wurden die passenden Dips und afrikanische Beilagen serviert. Sie waren, wie ich nicht bezweifelte, seitdem mich die Furcht behutsamer gemacht, wiederholt auf der Insel gewesen. Danach verabschiedeten wir uns herzlich von Vivienne und ihren Mitarbeitern und begannen unsere längere Fahrt nach Johannesburg. Den Tag ließen wir in geselliger Runde im Gartenpavillon auf Teich ausklingen. Am Abend erlebten wir die afrikanische Gastfreundlichkeit im bekannten Restaurant "Carnivore" der Hotelanlage. Mittelpunkt des Restaurants ist der offene Grill, auf dem sich riesige Fleischspieße drehen. […]

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