Wintersaat

In des Kornfelds kahl Gebreite
tiefe Furchen reißt reißt der Pflug.
Weißer Nebel hüllt die Weite,
hüllt den Wald in Schleiertuch.

Nur der Landmann noch beim Säen
steht, vom letzten Licht umloht, -
und ein schreiend Volk von Krähen
hebt sich scheu ins Abendrot.

Aus dem bunten Spiel der Zeiten
wird uns letzte Weisheit kund,
lehrt uns still die Hände breiten
über mütterlichen Grund.

Quelle:
Ausklang
Gedichte von Clara Müller-Jahnke
Berlin 1910
www.zeno.org - Zenodot Verlagsgesellschaft Verlagsgesellschaft mbH

 

News & Infos


Auf diesem ersten Kegel ruhte noch .

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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ein an seiner Spitze leicht abgerundeter zweiter, der etwa einem runden, mehr auf ein Ohr gedrückten Hute glich. Letzterer bestand aus nacktem, da und dort von röthlichen Felsen durchbrochenem Erdreich. Beim Austritt aus dem Walde konnte man die orographische Anordnung des Landes erkennen. Der Berg setzte sich aus zwei Gipfeln zusammen. Der erste erschien etwa in der Höhe von 2500 Fuß abgeplattet und wurde von sonderbar gestalteten Vorbergen gehalten, die in ihren Verzweigungen einer fest in den Erdboden eingeschlagenen riesigen Kralle nicht unähnlich waren. Zwischen diesen verliefen enge Thäler mit zahlreichen Bäumen, deren letzte Gruppen sich bis zu der abgestuften Oberfläche des unteren Kegels erhoben. Jedenfalls erschien die Vegetation an der den Nordostwinden ausgesetzten Bergseite minder entwickelt, dafür bemerkte man an derselben viele Streifen, welche offenbar Lava-Rinnen vorstellten. Er lag dort unten wie eine Landkarte, und obgleich er mir noch immer sehr weit entfernt schien, so zeigten sich die Unebenheiten seiner Oberfläche doch überraschend und geradezu unerklärlich deutlich. Das gänzliche Fehlen von Meeren, Seen, ja sogar Flüssen oder sonstigen Wasserstrecken fiel mir sogleich als der eigenartigste Zug seiner geologischen Beschaffenheit auf. Dennoch bemerkte ich sonderbarerweise riesige Flächen von entschieden alluvialem Charakter; der weitaus größte Teil der sichtbaren Hemisphäre war jedoch mit zahllosen vulkanischen Bergen von konischer Form bedeckt, die mehr künstlich aufgerichteten als natürlichen Erhebungen glichen. Der bedeutendste von ihnen erreichte nicht mehr als dreidreiviertel Meilen senkrechter Höhe; übrigens würde eine Karte des vulkanischen Gebietes der Campi Phlegräi Euren Exzellenzen eine bessere Vorstellung des allgemeinen Mondbildes geben als mein Versuch, eine Beschreibung davon zu liefern. Die meisten Berge befanden sich offenbar im Zustand der Eruption, und einen grausigen Begriff ihres Wütens und ihrer Gewalt gab mir das wiederholte Vorüberdonnern emporgeschleuderter Meteorsteine, die jetzt in immer unheimlicherer Häufigkeit an meinem Ballon vorüberschossen. Neu im Trend - Ballon - Erst geraume Zeit später erholte ich mich so weit, um dem Ballon die gebotene Sorgfalt zuwenden zu können. Meine Instrumente waren alle in bester Ordnung, und glücklicherweise hatte ich weder Ballast noch Proviant verloren. Es war ja auch alles so sorgsam von mir befestigt gewesen, daß Verluste kaum möglich werden konnten. Ich sah nach der Uhr und stellte fest, daß es sechs Uhr war. Ich stieg noch immer mit großer Schnelligkeit, und das Barometer verzeichnete nun eine Höhe von drei und dreiviertel Meilen. Genau unter mir auf dem Ozean lag ein kleiner, dunkler Gegenstand von ziemlich länglicher Form und von der Größe eines Dominosteines und einem solchen überhaupt sehr ähnlich. Ich richtete das Teleskop darauf und erkannte nun deutlich, daß es ein britisches, sorgsam aufgeholtes Kriegsschiff war, das in westsüdwestlicher Richtung mächtig die Wogen stampfte. Außer diesem Schiff sah ich nichts als Meer und Himmel und die Sonne, die schon lange aufgegangen war. * Ballondatenbank * Koordinaten Leser * Ballon eintragen * Wettkampf Software * […]

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Bedarfst du nach wie vor des Ruh 'i kulyan?.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Ja. Willst du mich noch zu ihm anführen? Sicherlich, Emir. Hier habe ich dir Essen und Getränk gebracht. Nun gleichwohl wird es nicht ausreichen für mehrere und den Köter. Sie trug einen großen Binsenkorb, der voll bepackt war. Es hätten fünf Männer sich satt speisen können. Ärger dich gar nicht, du Gute, erwiederte meine Wenigkeit; es reicht für mehr als für uns. Du und Madana, ihr zwei sollt auch mit zulangen. Regent, unsereins sind Frauen! In meinem Vaterlande werden die Frauen gewiss nicht geächtet. Bei uns sind sie die Zierde und der Stolz des Hauses und nehmen beim Mahle den Ehrenplatz ein. O, Emir, wie happy sind eure Frauen! Aber sie müssen mit Schaufeln tafeln! fiel die Petersilie in sehr mitleidigem Tone ein. Das sind keine Schaufeln, sondern kleine, zierliche Werkzeuge von schönem Metall, mit denen es sich ganz meisterlich und bislang außerordentlich appetitlicher speisen läßt, wie mit den nackten Fingern. Wer bei uns sich während des Essens die Hände mit Speise besudelt, der gilt […]

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In Wind und Wetter.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Ich weiß es wohl, die Eiche muß erliegen, Derweil das Rohr am Bach, durch schwankes Biegen, In Wind und Wetter stehnbleibt, nach wie vor. Doch sprich, wie weit bringt's wohl am End' solch Rohr? Welch Glück! als ein Spazierstock dient's dem Stutzer, Als Kleiderklopfer dient's dem Stiefelputzer. Quelle: Heinrich Heine Lieder Sonette Junge Leiden - 1817-1821 Buch der Lieder Hamburg 1827 www.zeno.org Da kam des einen Morgens frühzeitig, da ich noch im tiefsten Schlafe lag, der Schreiber vom Schlosse zu mir und rief mich schleunigst zum Herrn Amtmann. Kann Er schreiben, lesen und rechnen? Da ich das bejahte, versetzte er: Na, die gnädige Herrschaft hat Ihm, in Betrachtung Seiner guten Aufführung und besondern Meriten, die ledige Einnehmer-Stelle zugedacht. Ich überdachte in der Geschwindigkeit für mich meine bisherige Aufführung und Manieren, und ich mußte gestehen, ich fand am Ende selber, daß der Amtmann Recht hatte. Und so war ich denn wirklich Zolleinnehmer, ehe ich michs versah. Morgens überall, wo sichtbarer Rauch aus dem Schornstein quillt und es nach Rauch riecht, werden feuerungstechnische Fehler gemacht und hohe Feinstaubemissionen gehen damit einher. Dieses Phänomen lässt sich insbesondere morgens beim Anfeuern millionenfach in Deutschland zur Winterzeit sehen und riechen. Dass Kaminöfen besonders sauber heizen ist übrigens eine Mär, die Insider gerne verbreiten. Es gibt massive Emissionen beim üblichen Anheizen und jeweils Emissionsspitzen beim Nachlegen von Holz. Auch die Qualität des Holzes spielt eine wichtige Rolle, etwa die Feuchtigkeit, die Dicke der Scheite, teilweise auch die Baumart. Der Verweis auf Daten, die bei optimaler Verbrennung erhoben werden, blendet einen gewichtigen Teil der Realität aus. Wie vergäß ich dich je, o parthenopäischer Molo,Morgens hab ich dich oft, Abends mit Wonne begrüßt. Weiter schweifet der Blick, und es wächst mit der Ferne die Sehnsucht,Ihr lustseliges Blau öffnet dem Auge die Bucht! Taub schon bin ich der Menge, die mich umrauschet; hinüberUeber die lachende Flut gaukelt die Seele sich hin,Bis wo in goldenen Lüften, dem Wirklichen täuschend entnommen,Deine Insel, Tiber, duftenden Fernen entsteigt:So aus dem zauberlosen Gewirr alltäglichen LebensFlüchtet ins Fabelreich gerne der schwärmende Geist. […]

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Lieblingskatze meiner Herrin sprang ihr auf den Schoß .

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Ich hörte hinter mir ein solches Schnurren, wie es bei uns einige Dutzend Strumpfwirker zu erregen pflegen, und bemerkte bald, daß dieses vom Spinnen jenes Tieres entstand, das dreimal größer als ein Ochse zu sein schien, wie ich nach dem Aussehen seines Kopfes und seiner Pfote berechnete, während die Herrin es fütterte und streichelte. Die Wildheit, die im Gesicht der Katze lag, brachte mich außer Fassung, obgleich ich am anderen Ende des Tisches, fünfzig Fuß von ihr entfernt, stand, und obgleich meine Herrin sie in Besorgnis festhielt, das Tier könnte plötzlich vorspringen und mich mit seinen Pfoten erschlagen. Es muß sehr viel Betrieb zwischen unseren Zelten gewesen sein, Hippo- und andere Getierfährten waren deutlich zu erkennen. Zum Frühstück in der Lodge beehrten uns dann einige Meerkatzen und waren scharf auf den Zucker. Die Show stahl uns ein dickhalsiger Ochsenfrosch mit seinem lauten Gequake! Hier befindet sich auch der höchst gelegene Bahnhof Südafrikas und wir konnten endlich Makadamia-Nüssen kaufen. Das ernstliche Nachdenken über die Sache machte mich geradezu und zuweilen für geraume Zeit melancholisch. Auf dem Weg zum Ausgang des Reservates schien es so, als wollten sich die Tiere von uns verabschieden: Elefant, Büffel und Zebras. Die letzte Nacht verbrachten wir im Misty Hills Country Hotel, nahe Muldersdrift. In der hübschen Farmerstadt kehrten wir im Rose Cottage ein und pausierten bei Kaffee und kleinem Imbiss. Dazu wurden die passenden Dips und afrikanische Beilagen serviert. Sie waren, wie ich nicht bezweifelte, seitdem mich die Furcht behutsamer gemacht, wiederholt auf der Insel gewesen. Danach verabschiedeten wir uns herzlich von Vivienne und ihren Mitarbeitern und begannen unsere längere Fahrt nach Johannesburg. Den Tag ließen wir in geselliger Runde im Gartenpavillon auf Teich ausklingen. Am Abend erlebten wir die afrikanische Gastfreundlichkeit im bekannten Restaurant "Carnivore" der Hotelanlage. Mittelpunkt des Restaurants ist der offene Grill, auf dem sich riesige Fleischspieße drehen. […]

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