Am Morgen

Nun bleichen die Sterne im Dämmergrau,
und die Geister schweben von hinnen –
und ich möchte dich halten, du blühender Traum
und fühle dich schon zerrinnen!

Ich möchte dich malen als wonniges Lied,
mit glühenden Reizen dich schmücken –
die Farbe ist blaß und die Form zerrinnt
und es will kein Strich mir glücken.

Ich möchte dich singen als jubelndes Lied
der kommenden Sonne entgegen –
das Wort versagt und die Stimme bricht
vor des Herzens wogenden Schlägen.

Wer faßt den sprühenden Schaum? Wer bannt
der Stunde flüchtige Sohle?
Wer fängt den Strahl und wer hascht den Duft
der träumenden träumenden Nachtviole?!

Quelle:
Alte Lieder
Gedichte von Clara Müller-Jahnke
Berlin 1910
www.zeno.org - Zenodot Verlagsgesellschaft mbH
 

News & Infos


Dieser geistig umnachtete Spielmann.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Aus stiller Kinderzeit schuldloser Behutsamkeit Trieb mich der glänzende, frevelnde Mumm. Zum Frühstück ein kleines Gulasch, und selbst da unter freiem Himmel so ungehindert währenddessen bin, Find meine Wenigkeit egal, wie man es betrachtet, nicht wiederholt nach Hause mich hin. Durch das existieren jage was mich anbetrifft dieses trügrisch Bildnis, welche Person ist solcher Jäger ergo? Welche Person ist dieses Wildtier? Es pfeift der Luftdruckausgleich mir einschneidend durch das Haar, Ach Erde, ja sogar bist du auf diese Weise eiskalt ebenso wie einleuchtend! Das berühmte Fest Johannis von Nepomuk fiel in diese neun Tage, und da die Wöchnerin sich vollkommen wohl befand, konnte ich mir erlauben, dieser Feier auf dem Hradschin beizuwohnen, wohin Gräfin Karoline Latour mich zum Frühstück gebeten hatte, mich dann in die hochgeschmückte Veitskirche, ein schönes, aber leider nur fragmentarisches Monument des Mittelalters, zum Hochamt führte, und dann in Begleitung mehrerer Personen und ihres Bruders, des Feldmarschalleutnants Grafen Latour, der uns freundlich zum Führer diente, uns das ganze königliche Schloß, den Thronsaal und die übrigen Denkwürdigkeiten einer grauen Vorzeit zeigte. Auf dem Platz vor der Kirche, vor dem Schloß bis in die Sperrgasse und noch weiter hinab, war überall reges Volksleben; Tische waren aufgeschlagen, auf denen man speiste, Buden eröffnet, wo allerlei, besonders Eßwaren, zu kaufen waren. Unter diesen spielen in Prag gedörrte und weichgesottene Pflaumen und Stücke von gebackenem Fisch nebst Wuchteln, eine Art Germ-(Hefen-)Kuchen, eine Hauptrolle und werden auf allen Straßen das ganze Jahr hindurch verkauft. Des blinden Mannes Tagewerk vollzog sich in genauer Ordnung. Pfeffel besaß Gesprächstalent; er war immer aufgeweckt und anregend. Um halb vier Uhr trat der Schreiber wieder an und arbeitete mit seinem Herrn bis sieben Uhr. […]

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XVIII. Der Nacht-Ritt..

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Wie stellt voll bunten Glanzes sich dem das Leben dar, Der Länder mag durchreisen, frei, jeder Sorge baar! Es wird solch heitrem Pilger die Welt zum Eigenthum; Oft ungeahnet findet er ein Elysium. Auf hohen Bergen steht er, die Arme breitend weit, Die Länder ruhen drunten in stiller Herrlichkeit. Da darf die Brust sich heben so lebenvoll, so reich, Die Seele wünscht zu schweben dem Felsen-Adler gleich. Nie ringt ein Wunsch so mächtig sich von dem Herzen los, Als, wenn die Schöpfung prächtig vor Augen liegt, und gross, Der Wunsch: auf Zauberflügeln, wie Wolken, hinzuziehn, Hoch über Bergen, Hügeln und sanfter Thäler Grün. Doch schließlich ist alles geschafft und auch Zeit für ein spätes Frühstück hab ich gefunden. Die Tage sind einfach zu kurz geworden, bereits um 17:00h ist es zappenduster. Gleich in der Früh wird die Wäsche aufgehängt, was ich gestern nicht mehr geschafft habe. Es hätten doch 40ltr mehr sein dürfen, um ihn voll zu machen, aber bis Dubrovnik reicht es allemal, vielleicht auch viel weiter, wenn mir Segelwind anstatt Flaute präsentiert werden sollte. Am Nachmittag kommt Chris, einer der Marinerios, vorbei und besorgt mir Diesel von der Tanke in Kanistern, die ich gleich in den Tank fülle. Danach geht es an die Kabel zur Verbindung der Batteriebänke. Also funktioniert doch alles wieder! Der Donnerstag wird nochmal recht betriebsam. Die Anbringung der Kabelschuhe fuchst etwas, ebenso das Einziehen der Kabel. Die Leerlaufdrehzahl wird noch nachjustiert, jetzt bleibt auch der Batteriealarm still. Das ganze Werkzeug wird noch aufgeräumt, dann ist das Katzenklo dran und schon ist Zeit für die Raubtierfütterung und anschließend soll ich selbst ja auch noch was auf den Tisch kriegen. Seit dieser Zeit hat sich der höllische Jäger niemals wieder in dieser Gegend blicken lassen, allein zur Erinnerung an die Tat des heiligen Hubertus wird allemal die Jagd am Tage Aegidi eröffnet. […]

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Der Talisman vom Rittergut.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Doch endlich kam ein tapfrer Fechter, Des Stimme schallt Dem ewig nimmer müden Schlächter Ein donnernd Halt! Sie fechten. Doch im Kampf zerschellet Der Talisman; Und, ach! der fremde Ritter fället Den Wundermann. Sie waren Jahrhunderte hindurch die Herren des nach Schönfeld eingepfarrten Rittergutes Helfenberg. Es hat die Ritterfamilie einen ehrenwerten und bekannten Namen. Im Jahre 1629 gab er ein Buch heraus über den Wein- und Obstbau. Dieses Werk war das erste Buch, das über den Wein- und Obstbau Sachsens geschrieben ward. Es fand eine begeisterte Aufnahme und hat viel Segen gestiftet. Damals war der Weinbau noch sehr einträglich, da die Zufuhr aus anderen Ländern schwierig und selten war. Darum legten die Bauern jener Tage fleißig Weinberge an und verwandelten nicht selten das meiste Ackerland in Weinland. Es kam sogar soweit, daß deshalb über die Bauern des Elbtales und weit darüber hinaus auf manchem Landtage Beschwerden laut wurden. Mancher Weinberg des Elbtales und der angrenzenden Gegend ist in jener Zeit entstanden und verdankt seine Entstehung der erwähnten Schrift des edlen Herrn Ernst Albert auf Helfenberg bei Schönfeld, der noch heute in der Schönfelder Kirche ruht. Mit der Zeit ging ein Weinberg nach dem andern wieder ein, und nur der Name Weinberg, den verschiedene Hügel hie und da führen, erinnert an das Vergangene. Auch der Weinberg bei Wilschdorf ist eine Erinnerung an verflossene Zeiten, in denen Ernst Albert von auf Helfenberg durch sein vortreffliches Buch die Leute für den Obst- und Weinbau mit großem Erfolge förmlich begeisterte. Arme Ritter und Tote Oma: die Lieblingsgerichte der DDR. Nun lebte damals in derselben Gegend ein christlicher Ritter, genannt Hubertus, den man späterhin unter die Heiligen versetzt hat. Da merkte der Teufel, daß er einen mächtigeren Gegner habe, der ihm einen Weidmann gesetzt, den er mit all seinen Teufelskünsten nicht bewältigen konnte. Er war betrogen. Da gab er die Jagd auf, schickte sein Gefolge zur Hölle und zertrümmerte wütend sein schönes Jagdschloß Luchsenburg, daß die Steine nach allen Ecken flogen und heute noch den westlichen Abhang des Sibyllensteines bedecken. […]

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Dom zu Köln.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Und holt eine Totenbahre, Von Brettern fest und dick; Auch muß sie sein noch länger, Als wie zu Mainz die Brück'. Und holt mir auch zwölf Riesen, Die müssen noch stärker sein Als wie der heil'ge Christoph Im Dom zu Köln am Rhein. Der Philosoph hatte zwei ältere Brüder, Adeimantos und Glaukon, die in der Politeia als Dialogteilnehmer auftreten, und eine ältere Schwester, Potone, deren Sohn Speusippos später Platons Nachfolger als Leiter der Akademie (Scholarch) wurde. Pyrilampes hatte aus einer früheren Ehe einen Sohn, Demos, der Platons Stiefbruder wurde. Archon gewesen, hatte also das höchste Staatsamt bekleidet. Sein Vater Ariston betrachtete sich als Nachkomme des Kodros, eines mythischen Königs von Athen; jedenfalls war ein Vorfahre Aristons, Aristokles, schon 605/604 v. Aus der Ehe zwischen Periktione und Pyrilampes ging Antiphon, ein jüngerer Halbbruder Platons, hervor. Chr. Chr. ihren Onkel mütterlicherseits Pyrilampes, einen angesehenen Athener, der zu Perikles' Zeit als Gesandter tätig gewesen war. Unter den Ahnen von Platons Mutter Periktione war ein Freund und Verwandter des legendären athenischen Gesetzgebers Solon. Ariston verstarb schon früh; Periktione heiratete um 423 v. Friedrich Nietzsches philosophisches Werk kann uns den Umgang mit den Gefühlen der Schuld und des Verlustes näherbringen; Jean-Paul Sartre wiederum führt uns die immer wieder auftretende Schwierigkeit, zu unser frei gewählten Individualität zu stehen, vor Augen; und wie ich vor Kurzem zähneknirschend feststellte, hätte der schottische Philosoph David Hume mich davor bewahren können, dass mein Auto abgeschleppt wird. Letzteres verleitete mich dann auch dazu, den vorliegenden Text über einen besonders interessanten und hilfreichen Aspekt seiner Philosophie zu schreiben, den ich euch unbedingt näher bringen will: Das Induktionsproblem. In den ersten Jahren kam es außerdem häufig zu Problemen, durch Baumängel, Fehler an den Fahrzeugen oder Hochwasser und Frost. 1821 zeichnete er einen Entwurf für den Bau der Sing-Akademie zu Berlin, der zwar genehmigt, jedoch wegen der zu hohen Kosten zugunsten eines Entwurfs von Carl Theodor Ottmer verworfen wurde. Da die Einnahmen dennoch nicht genügten, wurden 1912 die Fahrpreise erhöht. Bereits 1812 hatte Schinkel der mit Sing-Akademie-Direktor Carl Friedrich Zelter befreundet war, 1813 zum Ehrenmitglied der Zelterschen Liedertafel ernannt wurde und dessen Frau im Chor der Sing-Akademie mitsang den Entwurf für einen Konzertsaal an der Königlichen Akademie der Künste angefertigt, der jedoch ebenfalls nicht zur Ausführung gekommen war. […]

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