Am Morgen

Nun bleichen die Sterne im Dämmergrau,
und die Geister schweben von hinnen –
und ich möchte dich halten, du blühender Traum
und fühle dich schon zerrinnen!

Ich möchte dich malen als wonniges Lied,
mit glühenden Reizen dich schmücken –
die Farbe ist blaß und die Form zerrinnt
und es will kein Strich mir glücken.

Ich möchte dich singen als jubelndes Lied
der kommenden Sonne entgegen –
das Wort versagt und die Stimme bricht
vor des Herzens wogenden Schlägen.

Wer faßt den sprühenden Schaum? Wer bannt
der Stunde flüchtige Sohle?
Wer fängt den Strahl und wer hascht den Duft
der träumenden träumenden Nachtviole?!

Quelle:
Alte Lieder
Gedichte von Clara Müller-Jahnke
Berlin 1910
www.zeno.org - Zenodot Verlagsgesellschaft mbH
 

News & Infos


Der Triumph der Liebe - Erster Gesang Q.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Und jeder neue Tag bringt neue Tränen! So rufet Lykoon, rafft sich empor Von seinem Lager, und mit leisem Stöhnen Tritt er aus seiner dunkeln Gruft hervor. […]

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Dorthin schaffen wir einige Fetzen seines alten .

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Gewandes, welches wir zerreißen. Man wird das finden und dann annehmen, daß er bei seiner nächtlichen Flucht in die Schlucht gestürzt sei. Wo kleidet er sich um? Hier. Und der Bart muß ihm sofort abrasiert werden. So soll ich ihn sehen! O, Emir, welche Freude! Ich stelle aber die Bedingung, daß ihr euch still verhaltet. Das werden wir ganz sicher. Aber unsere Wirtin wird ihn kommen sehen; denn sie ist stets in der offenen Küche. Das wirst du verhindern. Halef wird dich benachrichtigen, wenn Amad kommt. Dann gehst du hinunter und verhinderst die Wirtin, ihn zu bemerken. Das ist nicht schwer, und unterdessen bringt ihn der Diener in deine Stube, welche du verschließest, bis ich heim komme. Ich hörte jetzt, daß Halef die Pferde herausschaffte, und ging. Draußen fand ich die Thüre des Engländers offen. Er winkte mich hinein und fragte: Darf ich reden, Sir? Ja. Höre Pferde. Ausreiten? Wohin? Vor die Stadt. Well […]

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Meinem Kinde ein Himmelsflug.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Du schläfst, und sachte neig ich mich über dein Bettchen und segne dich. Jeder behutsame Atemzug ist ein schweifender Himmelsflug, ist ein Suchen weit umher, ob nicht doch ein Sternlein wär, wo aus eitel Glanz und Licht, Liebe sich ein Glückskraut bricht, das sie geflügelt herniederträgt und dir aufs weiße Deckchen legt. Gedicht - was sollte man unbedingt beachten? Es gibt Gedichte, die glücklich, und andere, die fröhlich machen, Liebes- und Kriegslyrik, Natur- und Kurzgedichte und die Aussage mehrfach modifizierte, späte Äußerungen wurden als Revision oder Widerruf der ursprünglichen These verstanden. Der Aufsatz Kulturkritik und Gesellschaft entstand nach der Zeit des Nationalsozialismus aus einem grundlegenden Misstrauen gegenüber den Möglichkeiten der Kultur, aber auch der Kulturkritik, und formulierte eine dialektische Position. Der Titel lautete zunächst Gedichte im Exil, Brecht drängte seinen Verleger Wieland Herzfelde nach der großen Aufmerksamkeit, die seine Pariser Aufführung von Furcht und Elend des Dritten Reiches im Mai 1938 erfahren hatte, beide Werke zusammen zu publizieren. Die Öffentlichkeit nahm aber überwiegend nur die pointierte Einzelthese wahr: Nach Auschwitz ein Gedicht zu schreiben, ist barbarisch. Der Satz wurde über Jahrzehnte hinweg von Philosophen, Literaturwissenschaftlern und Schriftstellern kontrovers diskutiert und rief den Widerstand von Lyrikern auf den Plan, die mit Gegenthesen oder dichterischen Werken auf die Aussage reagierten. Von jungen, zeitgenössischen Autoren und natürlich von den Klassikern wie Celan, Goethe, Eich, Heine, Jandl, Brecht, Rühmkorf, Gernhardt und wie sie alle heißen. Die Auseinandersetzung wurde zum vielleicht wichtigsten Drehpunkt des ästhetischen Diskurses der Nachkriegszeit. […]

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Der Seemann drückte die Hand des .

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Reporters, dem er sich durch kein anderes Zeichen verständlich machen konnte, so als wollte er sagen: "Warten Sie hier!" und verschwand in der Höhle. Gleich darauf kam er mit einem brennenden Reisigbündel zurück, das er in die Finsterniß hinaus hielt und wobei er so laut pfiff, als es ihm möglich war. Bald antwortete ihm, scheinbar als ob ein solches Signal nur erwartet worden wäre, das Bellen aus größerer Nähe und stürzte ein Hund in die Höhle, dem Pencroff, Harbert und Spilett sofort folgten. Als nun einst in der Schule die Aufgabe gestellt wurde, es solle jeder sechs Städtenamen auf die Tafel schreiben, so brachten meine Kameraden vielleicht Saulgau, Riedlingen, Buchau, Biberach, Ehingen, Ulm fertig, während ich mit einem ganzen Haufen von Städten aus Italien und China und Amerika aufwartete. Der Lehrer schaute mich ganz verblüfft an. Auswendig hätte er selbst nicht so viele Namen gewußt. Woher ich das alles wisse, fragte er. Ich bekannte und war nun Hahn im Korb, was mich antrieb, auch in 50 den anderen Lerngegenständen allen Fleiß zu verwenden und die Süßigkeit des ersten Platzes dauernd zu verschmecken. Als er zu seinen Jahren gekommen, empfängt er an St. O hüllt ich stille mein graues HauptIns Dunkel der felsigten Grotte! Es tränt zu heftig die Wimper,Die ins Helle sich wagt. Wo bist du, mein gelobtes Land, Gesucht, geahnt und nie gekannt? Immer schmerzhafter drückten sich die Steinkanten in sein Rücken. Zu vergleichen ist ein Märchen in Laßbergs Liedersaal 1, 537. Er legt ihr nun vor einer schlug keinen und schlug doch zwölf. 1Rings um ruhet die Stadt; still wird die erleuchtete Gasse,Und, mit Fackeln geschmückt, rauschen die Wagen hinweg.Satt gehn heim von Freuden des Tags zu ruhen die Menschen,Und Gewinn und Verlust wäget ein sinniges HauptWohlzufrieden zu Haus; leer steht von Trauben und Blumen,Und von Werken der Hand ruht der geschäftige Markt.Aber das Saitenspiel tönt fern aus Gärten; vielleicht, daßDort ein Liebendes spielt oder ein einsamer MannFerner Freunde gedenkt und der Jugendzeit; und die Brunnen,Immerquillend und frisch rauschen an duftendem Beet. […]

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