Morgentau

Und der Mann gab mir wohl auf meinen zitternden Ruf; gleichzeitig aber nahm er auch von mir. Und da ich genauer zusah, erkannte ich, daß dem viel mehr war, das er mir genommen, denn das er mir gegeben hatte.
Da stieg ich hinab in die Hütte des Elends. Und als ich am Schmerzenslager des Weibes stand, das keine Milch in den Brüsten hatte und nicht wußte, womit es sein Kindlein nähren sollte, und das dennoch auf das Neugeborene mit einem leuchtenden Blicke herniedersah, in dem eine Welt von Kraft lag: - da fühlte ich ein Verwandtes erwachen und etwas frei werden in mir und los von einem ungeheuren Bann.
Und alle Sehnsucht war von mir genommen wie der Morgentau von der Mittagswiese.
Da erkannte ich, daß es die Kraft war, die ihre Schwingen in mir regte. Die Kraft, nach der ich irrend, blutend und blind die vielen Jahrtausende lang gesucht.
Und die Kraft in meinem Herzen hob ihr Haupt empor und riß meine Seele mit sich hinaus in eine reine, blaue, klingende Welt . . .
Ich nahm die Laute in meine Hände und sang. Sang von den Blicken des Weibes, die meine Ketten zerbrochen hatten und mich das Schaffen gelehrt.

Quelle:
Mit roten Kressen
Gedichte von Clara Müller-Jahnke
Berlin 1910
www.zeno.org - Zenodot Verlagsgesellschaft mbH

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News & Infos


Das dürre ausgetrocknete Land bestand aus Erde.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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die von der Hitze rissig geworden war; es schien verlassen; nur hie und da zeigten sich einige Spuren von Karawanen, wie gebleichte, halb abgenagte Gebeine von Menschen und Thieren, die in demselben Staube neben einander moderten. Nach einem halbstündigen Marsche vertieften sich Dick und Joe, das Auge auf der Lauer und den Finger am Hahn der Flinte, in einen Wald von Gummibäumen. Ohne ein Rifleman zu sein, wußte Joe doch geschickt mit einer Feuerwaffe umzugehen. […]

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Santa Madonna di Capri.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Grauer Nebel flattert durch die Luft, auf Schattenarmen trägt er Myrtenduft, und allen Wohlgeruch der Inselau streut er zu Füßen unsrer lieben Frau Santa Madonna di Capri! Scheu durch den Nebel schleicht sich, schlangengleich, ein Wallfahrtszug. Dem Bilde, süß und bleich, vom Licht umkränzt, von jedem Makel frei, dem Bild dort oben tönt die Litanei: Santa Maria di Capri! Dem Stern der Meere! Und ein Priester hebt die blasse Hand. Auf allen Lippen bebt ein frommes Lied. Die Stirnen neigen sich ich fahr vorüber und grüße dich, Santa Maria di Capri! Seine Madonna ist eine empfindsame Küstersfrau, und Christus erscheint wie ein aufgeklärter Kandidat. Die wunderlichste Art von Huldigung, die mir der Art vorgekommen ist. Capitati al primo patto della Scala de Giganti, pigliò l'ambasciatore la mantellata, e coprì il rocchetto. Im letzten Stück befindet sich der gesuchte goldene Taler. Alla porta dell'anticolegio lasciò l'ambasciator il capello e comparso alla presenza di Sua Signoria suplì come sopra si è detto e nel partire lasciò la beretta, e mantellata nel sito medesimo che anteriormente li prese: fu restituito da Sua eccellenza col seguito stessa alla sua casa, con le solite maniere della sera precedente. Schnell die Maske weg, und dannWieder auf die vollen Straßen! Ach warum in dieser Ferne,Süßes Herz, so weit von dir? Nein! die moderne Welt kommt hier zu Esel herauf. Die Gemäldegalerie Alte Meister befindet sich seit 18 im Semperbau des Zwingers. Doppo breve spazio si levarono e Sua Eccellenza tolto alla dritta l'Ambasciatore, che lasciò la beretta, e prese il capello, si portarono alla barca di Sua Eccellenza cavalier Pisani, ove unitamente col seguito d'altre barche si incaminarono alla Piazzetta. Über die Figurengruppe, die entlang einer von rechts nach links verlaufenden Diagonalen bis zur Madonna aufsteigt, erheben sich im Hintergrund zwei mächtige Säulen, hinter denen sich ein leicht bewölkter Himmel öffnet. So wie sie es damals taten, um mir ihre Liebe zu zeigen. Doch zerfließen ihm immer noch zu Zeiten gute Massen in das allgemeine Chaos. Tron vint au palais à la tête de M. rs les Sénateurs. Christus in der Mitte, Johannes neben ihm; neben diesem aber, statt des Petrus, der Große Kurfürst. […]

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NetYourBusiness - Internetwerbung.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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NetYourBusiness, Ihr Partner für Internetwerbung vernetzt Ihre Webseiten durch Einträge in Internetmagazine und Portalseiten. Mit NetYourBusiness bekommen Sie mehr Zugriffe für Ihre Website, mehr Kundenkontakte und höhere Umsätze. Damit Ihre Webseiten in der Masse von Internetseiten nicht untergehen, damit Ihre Webseiten besser gefunden werden, bietet Ihnen NetYourBusiness systematische Verlinkungen von Internetmagazine und Portalseiten, sowie ständige Suchmaschinenoptimierung, so steigt die Anzahl der Zugriffe auf Ihre Webseiten! NetYourBusiness Ihr Partner für Internetwerbung, kommunikatives Design, Content Management, corporate Design, Benutzerfreundlichkeit, Effizienz und Suchmaschinenoptimierung. […]

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Des Klosters harter Zwang.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Tritt ein, setz' Dich zum Feuer, Gesell, tritt immer ein; das Feuer wärmt die Hand Dir, das Herz erwärmt der Wein. Dann sprich, von wo Du herkommst zu solch unholder Zeit? Ich bin, vermags ich irgend, zur Hülfe Dir bereit! Euch segnen, Herr die Götter, die hohen, allzumal! So reicht die Hand ein Retter mir nach so bittrer Qual! Ich will Euch treu berichten von mir mit wahrem Mund, sind trüb' auch die Geschichten, und brennen's Herz mir wund! In diesem Noviziate beim Kolleg beginnen auch die Priester nach vollendeten Studien das dritte Probejahr. Der Prokurator der Provinz bewohnt mit seinen Gehilfen ein eigenes Haus. Die Bibliothek des Kollegs ist klein, aber gewählt; die Kirche macht einen prächtigen Eindruck. An hohen Festtagen strahlt Silberglanz von den mit karmesinrotem Damaste behangenen Wänden; unzählige Lichter vervielfältigen sich in kristallenen Hängeleuchtern. Der Altar ist mit Spiegeln und Kristall belegt; ein Antependium besteht aus geschlagenem Silber, ein anderes ist aus Spiegeln und Kristall zusammengesetzt und mit silbernen und vergoldeten Gewinden geziert. Der Tabernakel, zwei und eine halbe Elle hoch, wurde in Italien verfertigt und weist verschiedenfarbigen Kristall auf. Die kirchlichen Gewänder für das Hochamt, auf silbernem Grunde mit Gold gestickt, schätzt man auf viertausend Taler. Diese Kirche gewinnt noch immer mehr an Schmuck; denn jeder Prokurator, der nach Rom reist und eine Mission nach Amerika abholt, will auch für dieses Gotteshaus etwas ausgezeichnet Schönes mitbringen. […]

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