Veilchen

Lächelnd sucht der goldne Strahl,
ob sich hinter dichten Hecken
nicht im engsten Felsental
noch ein Veilchen möcht verstecken, -
und er küßt des Berges Firn,
daß sich scheue Nebel senken,
wie sich von der Menschenstirn
löst ein lastendes Gedenken.

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News & Infos


Frühlied.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Nicht mir ein hohes Alter! Nicht mir im Abendrot Des Lebens letzten Psalter, Nicht mir den Greisentod! Die Blume meiner Freuden War irdisch ja, ich trank Vom goldnen Kelch der Heiden Und trotzte, bis ich sank. Ich war ein wilder Jäger; Mein Haupt, von Schuld nicht rein, Soll nie ein Würdeträger Der Silberlocke sein. […]

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Signale austauschen, nimm die Flagge und zeige unsere Farben.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Wirklich schwebte zweihundert Fuß hoch ein Luftschiff nebst Gondel und Reisenden. Es verfolgte genau dieselbe Richtung wie der Victoria. Augenscheinlich hatten die Reisenden im andern Luftschiff denselben Gedanken gehabt, denn auch dort streckte sich eine Hand mit der nämlichen Farbe heraus und wurde grüßend in derselben Weise geschwungen, wie hier von Kennedy. Es ist nichts weiter, als Luftspiegelung, eine sehr einfache Naturerscheinung der Optik, die in der ungleichen Dichtigkeit der Luftschichten ihren Grund hat, erklärte der Doctor. […]

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Sachsen seit Verleihung der Verfassung, Reiseland Deutschland.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Das Verbot einer Demonstration der Dresdener Bürgerwehr für die Reichsverfassung, welches die neuen Minister erließen, gab 3. Mai die Losung zum Dresdener Maiaufstand. Ein tobender Volkshaufe griff das Zeughaus an, wurde aber zweimal blutig zurückgewiesen. Jetzt wurden die Sturmglocken geläutet, überall feste Barrikaden errichtet und auf dem Rathaus ein Sicherheitsausschuß eingesetzt, welcher die Bürgerwehren andrer Städte und Freischaren nach Dresden entbot. Die Regierung verfügte nur über 1900 Mann Truppen, da der größere Teil des sächsischen Heers in Schleswig-Holstein stand, wo die Sachsen im Verein mit den Bayern 13. April die Düppeler Schanzen gestürmt hatten. Sie beorderte sofort alle erreichbaren Truppenteile nach der Hauptstadt und wandte sich um Hilfe nach Berlin. Inzwischen aber eroberten die Aufständischen die ganze Altstadt mit Ausnahme des Zeughauses und des Schlosses. Daher begab sich 4. Mai der König nebst seiner Familie und den Ministern nach dem Königstein. Auf die Kunde hiervon wurde eine provisorische Regierung, aus den Abgeordneten Tzschirner, Heubner und Todt bestehend, gebildet, welche die Anerkennung der Reichsverfassung als ihr Ziel bezeichnete und sich unter den Schutz der Frankfurter Nationalversammlung stellte, unter der aber die heimlichen Urheber des Aufstandes, die internationalen Revolutionäre, Bakunin an der Spitze, die rote Fahne zu entfalten wagten. Da die Erhebung nun einen republikanisch-sozialistischen Charakter annahm, zog sich der Bürgerstand von ihr zurück, von den aus andern Städten herbeigeeilten Bürgerwehren kehrten die meisten, als sie den wirklichen Stand der Dinge erfuhren, wieder um und halfen in ihrer Heimat die Ordnung aufrecht zu erhalten. Unter dem Gleichschritt der Träger schwanken die Filanzanen sanft durch die Ebene, die die Hauptstadt umgibt. Kein Baum spendet den Reisenden mehr seinen Schatten, unbarmherzig brennt die Sonne vom wolkenlosen Himmel herunter. Erst wenn die Nacht hereinbricht, erheben die von der sengenden Hitze erschlafften Gräser wieder ihre Halme, und die Lebewesen der Dunkelheit erwachen aus ihrem Tagesschlafe. Nachtvögel, Flederfüchse und fliegende Hunde huschen in lautlosem Fluge um die einfachen Bambushütten der Steppendörfer, und große Nachtfalter mit schwalbenschwanzähnlichen Unterflügeln gaukeln in wirrem, unsicherem Getaumel um die Viehkraale, in denen Sangarinder wiederkäuend am Boden liegen. Aus dem nahen Bergwald gellt ab und zu der schrille Schrei eines aus dem Schlummer geschreckten Schwarzpapageis, Wanderratten stöbern zwischen den Abfällen der Dorfbewohner umher, und aus den dicht bei den Ansiedlungen liegenden Reisfeldern schallt sehnsüchtig schluchzend der Schlag der Wachtelmännchen. Sonst herrscht weit und breit tiefer Frieden. Kein Raubtiergebrüll schreckt die Rinder in ihren Pferchen auf, denn Madagaskar kennt keine großen Raubtiere; nur Ziebetkatzen schleichen lautlos durch Gestrüpp und Gräser, um schlafenden Vögeln nachzustellen. […]

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Morgenröthe.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Die Gäste trinken jubelnd die goldne Zauberfluth, Hoch wächst der Baum der Freude, die Wangen purpurt Gluth. Und wie in volle Blüthen die Lust der Zecher bricht, Kommt schnell herein der Diener mit bleichem Angesicht. "Das Ross, Eu'r Ross, Herr Doktor - nicht zu ersätt'gen ist es. Für zwanzig hat's gefressen, noch wie der Böse frisst es!" Dess alle Gäste lachen, und Faustus spöttisch sagt: "Die Reise wohl wird machen, dass ihm so viel behagt." Drauf, wie die Morgenröthe kaum fliegt im Ost empor, Da schallt ein lautes Wiehern herauf an Aller Ohr. Wie Löwenstimme brüllend, dass das Gebälk erbebt, Und ungesäumet Faustus vom Sessel sich erhebt. […]

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