Glut

Mit roten Kressen hatt' ich mich geschmückt -
du hast sie jäh an deiner Brust zerdrückt.

Mit bleichen Wangen bot ich dir den Gruß -
in Flammenwogen tauchte sie dein Kuß.

Mit ruhigem Herzschlag trat ich zu dir her, -
und nun, und nun: ich kenne mich nicht mehr....

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News & Infos


Blaue Veilchen.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Warum sind denn die Rosen so blaß, O sprich, mein Lieb, warum? Warum sind denn im grünen Gras Die blauen Veilchen so stumm? Warum singt denn mit so kläglichem Laut Die Lerche in der Luft? Warum steigt denn aus dem Balsamkraut Hervor ein Leichenduft? Am Sonntag morgen, an dem Tage, da er Freija sehen sollte, erinnerte sich Rudolf, daß er ihr Veilchen versprochen hatte. Mit dem herben Duft des Hollunders eint sich der süße, zarte der Linden, der schmeichelnde der blauen Fliederdolden und der berauschende, liebeskranke des Jasmins. Ich hab keine Ahnung wie das mit dem Interpretieren geht und ich halt eine Prüfung bald darüber. Da sie gleichwohl auch dem volksmäßigen Liede sich reichlich mitgeteilt haben, so dürfen sie hier nicht unerörtert bleiben. In meiner Heimat Feldern Liegt in den Furchen noch der Schnee. Die Sonne, die eben noch umsonst mit den Winternebelwolken kämpfte, schießt, wenn er naht, plötzlich mit glühenden Pfeilen vom blauen Himmel herab, und auf einmal erwacht Wald und Feld und Wiese und gibt sich schrankenlos dem ungestümen Liebhaber hin. In der achtzehnten tauchte die letzte östliche Bahnstation der Monarchie auf. Nur der Buchfink singt an den sonnigen Plätzen; Dazwischen schweigt der verliebte Maiwald in langen Sätzen. Die Blumen, die das Jahr, als ein karger Weiser, sonst über viele Monde verteilt, blühen hier zu gleicher Zeit in verschwenderischer Fülle; das Schneeglöckchen begrüßt noch das Veilchen und die gelbe Butterblume; üppig und grade im prangenden Schmuck ihrer leuchtenden Farben stehen Malven und Georginen im Garten, während weiße und gelbe und rote Rosen ihnen den Preis der Schönheit streitig machen. Die sternförmigen Blüten krochen zurück in die Stämme der Bäume und kamen nie wieder zum Vorschein. Und blaue Veilchen blühten Auf allen Hügeln bis zur See. Endlich wohne ich wie ein Mensch, hatte der Gott gesprochen, als aus dem Schutt und den Trümmern des abgebrannten Roms des Kaisers Haus sich erhob. Die weiße Waldanemone, wie vom Wind hergeweht, In leichten Scharen den Buchen vor den Füßen steht. […]

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Röhren und das Schlangenrohr.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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schienen in gutem Zustande zu sein; Dank ihren Kautschukgliedern hatten sie allen Schwingungen des Luftschiffes nachgegeben. Der Tisch ist gedeckt, meldete er bald mit seiner einladendsten Stimme. Und die drei Reisenden brauchten sich nur auf dem grünen Rasen zu setzen; Elephantenfüße und Rüssel wurden für ganz vorzüglich erklärt; man trank, wie immer, auf Englands Wohl, und köstliche Havannahs durchdufteten zum ersten Mal dies reizende Land. Erst vor fünf Tagen hatten die Reisenden Zanzibar verlassen, der Pemmican war noch unberührt, Zwieback, wie die Bestände von conservirtem Fleisch reichten für eine lange Reise aus; es war also nur der Wasservorrath zu erneuern. Im Sinne von Franz Stock gegen die Welle des Hasses. Schreiend preist der Verkäufer die Südfrucht, preist mir die Ware an, Die er im ärmlichen Korb Tausenden rednerisch zeigt. Wiehernd Gelächter, es lockt mich: der Pulcinella begeistert Einen Haufen, der dort gaffend die Puppen umsteht. Hier im lauschenden Kreis des zerlumpten Pöbels erhebt sich Eine zerlumpte Gestalt, und Ariostos Gedicht Trägt er wütend den Hörenden vor, und ein Blinder, sich stützend Auf die Krücke, beginnt eben sein wunderlich Lied. Hoch in den Lüften hängt im Labyrinthe der Taue Dort der Seemann, und hier plätschert die Barke vorbei. Und ich tret ans Gemäuer, es schäumt die tosende Welle Grünlich wie Lava geblöck wachsend und schwindend empor. Rötlich glüht der Vesuv, der schöne, gefährliche Nachbar, Mit dem dampfenden Haupt über des Meeres Azur; Heitere Städte, dem mächtigen Berg zu Füßen gelagert, Lächeln im Sonnenschein dort am Gestade mich an. Weiter schweifet der Blick, und es wächst mit der Ferne die Sehnsucht, Ihr lustseliges Blau öffnet dem Auge die Bucht! Taub schon bin ich der Menge, die mich umrauschet; hinüber über die lachende Flut gaukelt die Seele sich hin, Bis wo in goldenen Lüften, dem Wirklichen täuschend entnommen,Deine Insel, Tiber, duftenden Fernen entsteigt: So aus dem zauberlosen Gewirr alltäglichen Lebens Flüchtet ins Fabelreich gerne der schwärmende Geist. […]

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Himmelslust.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Ich lebe, wo die Finken schlagen, Man kann mich in der Blütezeit Nach Haus in einem Zweige tragen, Gefangen bin ich und befreit. Es bringt mir in der Morgenkühle Des Sonntags reine Himmelslust Die längst entschlummerten Gefühle Erinnernd wieder in die Brust. Quelle: Vermischte Gedichte Ausgewählte Gedichte - Hermann von Lingg - 1905 www.zeno.org Zenodot Verlagsgesellschaft mbH Am Vorabend des diesjährigen Riverfestes, das die Eröffnung des zweiten Jahrzehntes des zweiten Jahrhunderts kennzeichnet und mit dem Abschluß des ersten Jahres des Geistigen Weltkreuzzuges zusammenfällt, begrüße ich mit Gefühlen der Freude und der Bewunderung die herrlichen Taten der heldenhaften Ritterschaft des Herrn der Heerscharen in der Durchführung ihrer erhabenen Mission der geistigen Eroberung des Planeten. Seine südlichen Grenzen haben nunmehr die Falkland-Inseln unweit der Magellan-Straße und damit die südlichste Stadt der Erde erreicht. Die Nordgrenzen eines unter göttlicher Führung rasch voranschreitenden, majestätisch sich ausbreitenden Glaubens sind, dank dem erstaunlichen, kürzlich durch den Vortrupp der Kreuzfahrer Bahá'u'lláhs errungenen Erfolg, über den Polarkreis hinaus bis zur arktischen Franklin-Bai auf demm 73. Breitegrad vorgetragen worden. Andere weitabgelegene Außenposten sind in so entfernten Plätzen errichtet worden wie Sikkim am Fuße des Himalaja, auf den Lofoten im Herzen Nordeuropas, im Fezzan am Nordrand der Wüste Sahara, auf den Andamanen und Seyschellen, den Strafkolonien im Indischen Ozean, in den drei Guayana und den Leprakolonien an der atlantischen Küste, auf den Faroer- und Shetland-Inseln, den sturmgepeitschten, ungastlichen Inselgruppen in der Nordsee, in Hadramaut an den sonnendurchglühten Gestaden der arabischen Halbinsel, auf dem verlassen mitten im südlichen Atlantischen Ozean gelegenen St. Helena und auf den Gilbert-Inseln, den vom Kriege verwüsteten, spärlich besiedelten Atollen inmitten des Pazifischen Ozeans. Hierdurch gebrochen, paßt sich der Geist der kleinen Staaten seitdem dem der jeweilig mächtigsten Großstaaten an. Die Idee der abgeschlossenen Staaten verstärkte sich, die der Nationalstaaten entstand, indem man sich allein im Kreis der eigenen Nationalität in menschlich sicheren Verhältnissen fühlte. […]

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Wettlauf Publikum Applaus.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Publikum ungeduldig scharrt - Scharren lassen - hier Start - Taschentuch? keins - Schweiß - Heiß - Zum Beweis des Nichtaufgeregtseins: Billet Spucke kneten. Achtung: eins! Nicht mehr Zeit auszutreten - Was? Rauchen verbeten? - Sie da, der Dritte, weiter zurücktreten - So! - Endlich Musik - Der bekannte Augenblick, Wo - Wenn der Trikot nur nicht so spannte - Schweinerei - Wäre fatal - Achtung: Zwei! Teufel nochmal! Heiliger Joseph, steh mir bei! Achtung: Drei! Tapelti, tapelti, tapelti Mut! Gut! Kopf senken! Arme vom Leib! Frieda denken! Herrliches Weib! Schade, daß Mund stinkt! Das war sie! - lacht! - winkt - Oh, oh! Oh, oh! Beim Laufstart im Frühling nicht übernehmen - Joggen nicht knocken! Das gelang ihm freilich nicht. Ein Dutzend junge Leute nahmen den Wettlauf auf und folgten dem wegen des Gedränges nicht übermäßig schnell fahrenden Wagen. Daher kommt es auch, dass mancher Liebling des Volks und der Musen in diesem Buche unvertreten bleibt, und dass Meisterstücke der Lyrik, ausgezeichnete Romane, überhaupt Werke, die in den seltenen Stunden stiller Weihe die Seele erquicken und deren Publikum stets der einzelne Mensch oder höchstens ein traulich geschlossener enger Kreis ist, eine überaus geringe Ausbeute zu den geflügelten Worten geben. Die Kanzel, das Theater, das Schulkatheder, die Rednerbühne, der Gesang, die Zeitschrift sind die Vermittler derselben. Nicht der gediegene Inhalt nämlich macht Worte zu geflügelten, sondern der oft zufällige Eindruck auf einen grösseren Kreis von Lesern und mehr noch von Hörern. Diese entstehen auf dem Markte des Lebens und im Strudel der Öffentlichkeit. Daher kommt es, dass die dramatische Litteratur ihrer mehr liefert, als die lyrische oder die epische, und dass aus der lyrischen Poesie mehr solche fliessen, die komponiert worden sind und gesungen werden, als andere. Wenn Domitian als Zensor die Sittenpolizei in die Hand nahm, so tat der Sittenlose auch das nur, um damit das leichtlebige vornehme Publikum in Angst zu setzen. Titus und Vespasian hatten sich nach den Regierungsgrundsätzen des Augustus und des Seneca der Hilfe des Senats in wohlwollendster Weise bedient. […]

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Großer Gott, was hatte der .

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Junge für einen Kopf auf seinen Schultern! Wenn ich den hätte, ich gäbe ihn nicht her und wenn ich dafür Herzog oder Steuermann oder Clown in einem Zirkus oder sonst was Großes werden sollte! Ich machte mich also dran, einen Plan auszudenken, oder that doch wenigstens so, nur um etwas zu thun, ich wußte ja doch, wer den besten liefern würde. Richtig fängt auch Tom bald drauf an: Gefühlvolle, romantische und herzergreifende Worte der Liebe - Wer sich vor diesen beugte, genoß keine Achtung mehr, und man kannte nur zwei Gefühle, die Vorbereitung der Rache und die Zurückgezogenheit in die Vergangenheit. Die kleinen europäischen Staaten wurden damals vollständig von der siegreichen Autorität überschwemmt: Venedig, Genf, Holland verschwanden, Belgien, die skandinavischen Länder, Bern waren willenlose Opfer. Die starre Gliederung des Mittelalters, jede stabilisierte, methodische Autorität erschien noch als eine Befreiung gegenüber der Autorität der schrankenlosen Willkür, der man sich preisgegeben fühlte. In Rußland, wohin im 18. Jahrhundert so viele Keime der Aufklärung gelangt, wurde der Zarismus durch die Kriege befestigt; die Dekabristen (1825) vermochten den durch den Brand von Moskau, 1812, national gestützen Thron nicht zu erschüttern, der Zarismus behauptete sich noch ein volles Jahrhundert. So entstanden der Nationalismus und die Romantik, die konsequente Reaktion auf allen Gebieten, der Kult der Vergangenheit in Philosophie und Literatur, Politik und Kunst und dem ökonomischen Leben. Italien gelangte in den gleichen Ideenkreis, der es seitdem beherrschte und heute im Faszismus einen schwer zu übertreffenden Höhepunkt erreichte; sein Nationalismus griff bis zum alten Rom zurück und gab der politischen Geschichte des 19. Jahrhunderts sein Gepräge, zusammen mit dem balkanischen Nationalismus, der sehr früh mit den Griechenkämpfen begann. So wurde die europäische Solidarität, die sich in der Wissenschaft und der Technik im 19. Jahrhundert so fest begründete, auf intellektuellem Gebiet, in der allgemeinen Mentalität, und auf politischem Gebiet gründlich zerstört, und diese beiden letzteren Faktoren erwiesen sich als die stärkeren. […]

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