La Sirena

Olivenbäume am grauen Meer ...
aus silberschimmernden Schatten her
grüßt, von des scheidenden Tages Glut
rosengekrönt, ein Traum der Flut:
Capri.

Aus den Grotten tönt verwehter Klang,
der schlummernden Brandung Nachtgesang.
Wie ein Schatten schwimmt lautlos und weich
unsre Barke durch das Klippenreich
von Capri.

Meine Lippen liegen auf deinem Mund ...
Still du! - wir gleiten auf falschem Grund.
Sirenen lauern im Mondenschein,
und die Toten schlafen in leuchtenden Reihn
um Capri.

Quelle:
An sonnigen Borden - La Sirena
Gedichte von Clara Müller-Jahnke
Berlin 1910

 

Informationen und Tipps


Neptun und Mars.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Ich glaube nicht, sagte er, daß es gelingen wird, die Ballons zu lenken. Ich kenne alle in dieser Beziehung versuchten oder vorgeschlagenen Systeme, aber nicht ein einziges hat Erfolg gehabt, nicht ein einziges ist ausführbar. Sie begreifen wohl, daß ich mich eingehend mit dieser Frage beschäftigen mußte, die ein so großes Interesse für mich hat; aber ich habe sie mit den von den gegenwärtigen Kenntnissen der Mechanik gelieferten Mitteln nicht lösen können. Man müßte eine bewegende Kraft von außerordentlicher Macht und unmöglicher Leichtigkeit entdecken! Und auch dann noch wird man gegen beträchtliche Luftströmungen nicht anzukämpfen vermögen. Bis jetzt hat man sich übrigens vielmehr damit beschäftigt, die Gondel zu lenken, als den Ballon. Er ist seit jener Nacht noch oftmals am Kapellenberge, ein lustiges Stücklein blasend, vorübergefaIhren, aber den Gang zu dem im Berge verborgenen Schatze hat er nicht wieder gesehen. Am andern Morgen findet er in seinen Taschen anstatt der Edelsteine und Goldstücke Lehmklumpen und kleine Feldsteine. Beide treten ein. Der Gang endet in einem hohen und weiten Gewölbe. Die Straßenbäume warfen eigentümliche, fast gespenstische Schatten. Die Erde zittert. So hatte der arme Postknecht durch seinen wohlgemeinten Dank das ihm winkende Glück verscherzt. Das Gewölbe bebt. Da geschieht plötzlich ein dVonnerähnlicher Krach. Als der Unvorsichtige aus seiner Ohnmacht erwachte, lag er draußen am Berge auf einem Feldrande. Nun fuhr er in das Dorf hinein, wo man ihn längst erwartet hatte. Der leichtfertige Postknecht aber wird von unsichtbaren Händen erfaßt und fortgeschleudert, so daß er besinnungslos am Boden liegen bleibt. Hier sind Goldstücke und Edelsteine in riesengroßen Braupfannen aufbewahrt. Der Postknecht raffte sich auf, in seinen Gliedern fühlte er furchtbaren Schmerz. Nur mit Müh und Not erkletterte er wieder seinen Kutschbock. Von den Wänden und der Decke des Ganges flimmert und glitzert es in wundervollem Glanze. Das tut dieser auch und füllet mit Goldstücken und Edelsteinen seine Taschen. Über das Erlebte schwieg er. Doch, o weh! Dann springt er aber vor freudiger Erregung auf das graubärtige Männlein zu, erfaßt dessen eiskalte Hand und ruft überglücklich aus: Ich danke Euch! Ein weiter und hellerleuchteter Gang liegt vor ihnen. Der staunende Postknecht erhält nun die Weisung, nur zuzugreifen. Der Mönch verschwindet und stößt Klagerufe aus. Da öffnet sich plötzlich der Berg. Jenseits des Grabens standen ruhig die Pferde mit dem Postwagen. […]

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Vom Munde froher Zecher, Pokal klingt an Pokal.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Von bunten Lichtern schimmern die Spiegelwände all', und Zauberbilder lächeln und gaukeln im Krystall. Dort hauchen Blumen Balsam, dort schwebt des Weihrauchs Duft, zum Garten wird der Festsaal, wie zum Arom die Luft. Und dort bei hohen Gästen sitzt Faustus, reichgeschmückt; ihn hat mit Wundergaben, so scheint's, das Glück beglückt. Und wie die Sonne freudig ausstrahlt ihr ew'ges Licht, bei ihm der Kranz des Frohsinns in holde Blüthen bricht. Ja, Frohsinn ist ein Gastwirth, den Keiner schelten soll; vom Zauberwein der Freude sind seine Keller voll. Ihm dienen heitre Scherze, sind immer bei der Hand, und Lust ist seine Kelln'rin, holdselig, flink, gewandt. Die Umgebung des Hotels eignet sich ideal zum Wandern, Radfahren und Segeln. Die österreichische Grenze ist nur 300 Meter vom Hotel Gasthaus zum Zecher entfernt, der Lindauer Leuchtturm 3,2 km. Das Dorf wurde im Ratzeburger Zehntregister von 1230 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Im Mittelalter gab es hier eine bedeutende Marienwallfahrt. 1952 erlangte der zwischenzeitlich nach Seedorf eingemeindete Ort seine Selbstständigkeit wieder. 1996 wurde Klein Zecher als Schönstes Dorf im Kreis Herzogtum Lauenburg ausgezeichnet. Er bleibt allein zurück, begleitet die Freunde aber zuvor noch ein Stück des Wegs bis auf die andere Seite des Gebirges, dorthin, wo die Täler sich in die Ebene ausliefen. Die Insel Hiddensee genoss ab Anfang des 20. Jahrhunderts den Ruf einer Künstlerkolonie. Am 21. März wird das altiranische Neujahrsfest Nouruz gefeiert. Auf seinem Heimweg kreuz und quer durch die menschenleere Bergwelt Antworten zu finden erfordert Klugheit und Fantasie, Mut und Entschlossenheit. Verunsicherung und Fragen gehen mit den Menschen einher: Was soll werden? Manche Poesie will einfach zu viel, wie diese. Der Ortsteil hat seinen Namen vom ehemaligen Kloster der Zisterzienser, das von 1296 bis 1536 in der Nähe lag. Die deutsche Waldfläche hat zwischen 2002 und 2012 um rund 48.000 Hektar zugenommen. Es gibt in den alten Aufzeichnungen ein Kapitel, das "Der Fremdländer" heißt. […]

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