Qual und Leid

Den letzten Blick in das bleiche Gesicht,
du einsame Mutter, weine nicht!

So trüb' die Sorge dein Haupt umspinnt,
so friedlich und sorglos schläft dein Kind!

Sie nahmen es bald von deiner Seit';
sein kurzes Leben war Qual und Leid,

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Verdammt! Es ist Salzwasser!.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Gegen Abend wurde auch Joe von einem Wahnsinnsanfall ergriffen; die ausgedehnte Sandebene erschien ihm wie ein ungeheurer Teich mit klarem, durchsichtigem Wasser. Mehr als ein Mal stürzte er sich auf den erhitzten Boden, um nach Herzenslust zu trinken, und stand, den Mund voll heißen Staubes, wieder auf. Joe weinte gleichfalls; er reichte dem Unglücklichen die Flasche, und dieser leerte sie bis auf den letzten Tropfen. Endlich schwand auch diese furchtbare Nacht, und als der Morgen tagte, fühlten die Unglücklichen, wie ihre Glieder unter den brennenden Sonnenstrahlen nach und nach vertrockneten. Joe versuchte sich zu erheben, aber es war ihm unmöglich, und so konnte er seinen Plan nicht zur Ausführung bringen. Ein wackerer Wundarzt heilte Candid in drei Wochen durch jene von Dioskorides gelehrten Umschläge. Die Gunst ward ihm gewährt, man verband ihm die Augen und ließ ihn niederknien. Ich würde es ja ohne Ihre Liebe noch immer sein. So schafft sie allmählich eine ganz neue öffentliche Meinung. Die ganze Versammlung erschrak und bekümmerte sich über den möglichen Verlust der Handschrift; Rudolf Gottschall aber lächelte und indem er lustig um sich blickte, rief er getrost: Was thut das? Eines hin zum andern drängt, Jedes seine Lust sich fängt. Während die guten Geister mit Flügeln der Taube erschienen, entwarf man das Bild der bösen Dämonen mit den Flügeln der Fledermaus. Daher sei es die Aufgabe des besser Unterrichteten, seine Stimme für die verleumdeten Wohlthäter zu erheben. Kein Wurm ihn benagte Und keine Krähe ihn hackte. Darnach ordnete Mareili auch seine Erdbeeren und seine Wege. Lindwurm und Drache, jene schreckenden Phantasiegebilde, hatten ihre Flügel von der Fledermaus entliehen, wie noch heute das Zerrbild des Teufels mit Fledermausflügeln oder das Heer der bösen Geister, welche der heilige Ivan austreibt, in Gestalt von Fledermäusen erscheinen. Nanna: Ja, ein Gezücht, von dem man sich keine Jungen wünscht! Als wenn nie es geschehn, ist was die Menschen gewirkt. Aber dabei verlor er sich nicht nach einer Seite hin. Bei Erwägung ihres großen Nutzens verlieren diese Thiere schon Vieles von ihrer angeborenen Häßlichkeit, und wenn man die schönen warmen Sommerabende im Freien verbringt, erscheinen die Fledermäuse in ihren geschickten Flugwindungen als eine freundliche, belebende Erscheinung der stillen Landschaft. Eines hin zum andern drängt, Jedes seine Lust sich fängt. […]

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Schlüsselbund am Himmelstor.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Ich träumte mich auf einem bangen Weg, auf einem hohen, schwindelschmalen Steg, der führte mich bis an das Himmelstor. Da stand ich lange, ohne Mut, davor. Und zitternd griff ich nach dem rostigen Ring, das Himmelsglöcklein an zu läuten fing, mein Herz erschrak vor seinem hellen Klang, ein armer Sünder auf dem letzten Gang. Dann rasselte ein großes Schlüsselbund, ein Knarren, bis der Himmel offen stund, doch hascht ich nur von seiner Herrlichkeit mit scheuem Blinzeln einen Streifen breit, ein Wiesengrün und einen Engelsfuß. Der Teufel ist ein eigenständiges Geistwesen, d. h. es steht mit seinem freien Willen nicht unter der direkten Herrschaft und der direkten Befehlsgewalt Gottes. Der Teufel ist ein aus dem Himmel gefallener Engel, der gegen Gott rebellierte und seitdem die Welt heimsucht. Im Christentum hat sich die Vorstellung entwickelt, dass der Teufel die Schlange im Garten in Eden war, deren Lügen zur Erbsünde der Menschheit geführt hätten und der nötigen, einzig möglichen Heilung davon durch das blutige Menschenopfer des Jesus von Nazareth für Gott. In der Tradition des Christentums wird der Teufel als Verfasser der Lügen und die Ursache des Bösen in der Welt beschrieben, der auf der Erde herumgeistert und auf Menschen und die Welt einwirkt, etwa, indem er Menschen Lügen sagen lässt oder Unheil für Menschen verursacht. Viele fundamental gläubige Christen und besonders auch freikirchliche Christen nehmen an, dass ein ungläubiger Mensch vom Teufel besessen sein kann oder als Teufel wirken kann. Viele liberale Christen sehen die Bedeutung des Teufels jedoch nur noch in übertragener Weise. Die Antwort auf die Frage Warum gibt es das Böse in der Welt? wird so in liberalen christlichen Kreisen, in übertragener Weise mit dem Teufel beantwortet, obwohl die Existenz eines personifizierten Geistwesens, das auf der Welt herumgeistert, abgelehnt wird. Und ich schlug mit dem Stab zur Erde, da verschwanden die Paläste, da floh der wütende König, sich vergrößernd mit jedem Schritt! noch scholl der Tumult des Wahnsinns unter dem tanzenden Volk, Sterbliche vermischten sich mit Unsterblichen, die Freude verlassen von der Schwester Weisheit schwang den Becher und betäubte die Rasenden, da verfinsterte sich der Himmel, furchtbare Wolken stiegen aus dem empörten Meere, Nacht erschien, und man gewahrte nichts mehr als die ungeheure Flammengestalt des Königs, der im Schmerz des Verlusts, in der Wut der Täuschung, im Sturme der Leidenschaft, im Zorn des ungestillten Verlangens mit den Elementen haderte, Berge erschütterte und Felsen zerschlug, das Meer aus dem Grund aufrüttelte, und endlich mit entsetzlichem Geräusche in seinem Berg verschwand. […]

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Wir traten leise auf den Flur und stiegen auf das Dach.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Ein menschlicher Körper lag auf demselben. Ich untersuchte ihn; er war tot; der Hund hatte ihm das Genick zermalmt. Wo dieser sich jetzt befand, verriet mir ein leiser, leiser Ton, mit dem er mich bewillkommnete. Vielleicht fünf Schritte von dem Toten lag ein zweiter Körper, und auf demselben hatte sich der Hund ausgestreckt. Eine einzige Bewegung brachte dem unter ihm liegenden Menschen den sicheren Tod. Wenn ich die Augen recht anstrengte, sah ich unten allerdings viele Leute stehen. Es war kein Zweifel, daß sich das ganze Dorf beteiligt hatte, den Pferdediebstahl oder gar noch etwas anderes auszuführen. Der erste, welcher das Dach erstiegen hatte, war von dem Hunde nieder gerissen worden, und sein Schrei hatte die andern zur Vorsicht gemahnt. Als aber der zweite heraufgekommen war, hatte sich der Hund nicht anders zu helfen gewußt, als daß er den vorigen erbiß, um den jetzigen packen zu können. Was sollten wir thun! Ich stieg hinab und ließ Halef als ein jeder eilte, den Dieb zu sehen, weil der Diebstahl in ihrer Stadt etwas gar Ungewöhnliches war. Die Einwohner der Stadt Bremen wissen von keiner Art der Wollust oder des Vergnügens, sondern führen ein strenges und rauhes Leben. Bis er von diesen zurückkam, hatten die beiden Mütter die junge Justine für ihn erzogen. Die Kostüme lagen in den Koffern der Sträflinge versteckt. Es ist etwas sehr Seltenes, daß man in der Stadt von einem Tumult oder Aufruhr etwas erfährt, und fast niemals höret man, daß jemand bestohlen worden. Die Recherchen führen u. a. nach Sachsenhausen in die Villa Mumm des Galeristen Lichtenberg. Mein Herr behauptete, dies habe: einige Ähnlichkeit mit unseren Prozessen. Mit der Regierungsform ist es fast in Bremen wie bei dem deutschen Contoir in Bergen beschaffen. Wenn ihre Beute ausreiche, so fräßen sie, bis sie beinahe platzten. Der gesamte Altar wurde überarbeitet, wobei die Predella aus dem Stadtmuseum wieder geholt wurde. Die Bremer gehen weder aus, andre zu sehen, noch sich von andern sehen zu lassen. An beiden Orten sind gewisse Altermanns und Achtzehner, so daß es fast das Ansehen gewinnt, als wenn die Gesellschaft in Bergen nach der bremischen Regierungsform eingerichtet worden. […]

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Die wahre Tugend.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Es lebt einmal in niedrer Hütte Ein Klausner im Ardennerwald, Von dessen Ruhm und strenger Sitte Ringsum das ganze Land erschallt'. Pest-Not-Tag-Nacht-Brot Pest und Not Er betete bei Nacht und Tage, Sein Mahl bestand aus schlechtem Brot, Er rettete, so geht die Sage, Gar oft das Land aus Pest und Not. In den 70 Jahren zwischen 970 bis 1040 zählt ein Chronist insgesamt 48 Hungerjahre auf. In Bergen trifft man ebendieselben obrigkeitlichen Ämter, ebendieselben Gebräuche, ja ebendieselben Namen an. Diesmal ist allerdings ein Gitter vor die Figur gekommen, damit sie nicht wieder gestohlen wird. Wie man zu der Zeit, da ich mich in Bremen aufhielte, einen Dieb ergriff, so ward dadurch die ganze Stadt in Bewegung gesetzt. So genau ist das bergensche Contoir in allen Stücken nach der bremischen Republik eingerichtet. Wenn also jemand sein Leben in der größten Stille und Ruhe zubringen will, der kann dazu keinen bequemern Ort als Bremen wählen, wo er nach seinem eignen Gefallen in der größten Ruhe leben kann, ohne durch jemanden darin gestöret zu werden. Man siehet bei ihnen keine Komödien, niemals wird daselbst ein öffentliches Schauspiel aufgeführt, wo sich nicht zu gewissen Zeiten des Jahres einige Landstreicher einfinden und einige abgeschmackte Komödien vorstellen. Der Zahl nach sind also die Verbrechen jetzt noch immer in der Zunahme begriffen. Niemals erlaubte er sich spitzbübische Dieberei, sein Weg ging gerade, er hätte sich bälder zehen Mordtaten als einen einzigen Diebstahl vergeben. Unterdessen hatte sich Karl Moor an der Spitze seiner Rotte durch außerordentliche Streiche weit und breit ruchtbar und furchtbar gemacht. Ebenso müssen die Altarflügel komplett erneuert werden, da diese gestohlen wurden. Riesen standen schon von Anbeginn der Welt wider einander, was gar oft die Ruhe störte. Sie konnten durchaus nicht begreifen, wo immer just das Delikateste von ihren Gerichten hinkäme. Itzt verband sich ein flüchtiger edler Böhme mit ihm, den sein widriges Geschick mit der bürgerlichen Gesellschaft entzweit hatte, dessen unglückliche Liebesgeschichte die schlafende Erinnerung der seinigen wieder aufweckte, und ihn zu dem Entschluß bewog, Vaterland und Geliebte wiederzusehen, welchen er auch schleunig ins Werk setzte. […]

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